Dienstag, 05. Dezember  2017
Wir sind gerade in Canberra

61. Tag / Fahrtag 42: Eden - Canberra 282 Kilometer

 

Dem Ende entgegen

 

Der Himmel trauert, unsere Reise geht langsam zu Ende. Nach 14.570 Kilometern Fahrt sind wir in der Hauptstadt Australiens angekommen.

Es ist kalt, es ist naß, es ist windig, es ist ungemütlich.

Wenn man schon morgens im Regen startet, dann sucht man sich gleich einmal einen trockenen Zwischenstopp. Wie zum Beispiel das Killerwal-Museum in Eden.

 

Hier findet man viele Informationen rund um das Thema Fischfang im Allgemeinen und Walfang

im Besonderen. Ein Skelett von Old Tom, einem Orca, der 35 Jahre lang vor der Küste von Eden lebte,

ist ein besonderer Hingucker.

 

 

Dann ging es auf den Snowy Mountains Highway. Wir waren dankbar, daß die Berge nur so hießen, aber keine Schneeflocken rieselten. Immerhin kletterten wir bis auf 1110 Meter über dem Meeresspiegel - auf dem wir diese Tagesetappe begonnen hatten. Doch 8 Grad ist auch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Waren wir nicht alle nach Australien gekommen, um Sonne und Wärme zu tanken?

 

 

Dafür war die Fahrt in die Berge ganz besonders schön. Riesige Baumfarne säumten unseren Weg.

 

 

So konnten wir wieder einmal feststellen, daß alles im Leben einen Sinn ergibt. Würde es in dieser Region nicht so oft regnen, hätte uns heute die kurvige Bergstrecke durch den Rainforest durchaus gefehlt. Oder wie manche sich auszudrücken pflegen: Ohne Dings kein Bums.

 

 

Das Leben ist nicht nur blumig. Manchmal ist es auch grau wie der Regen in den Snowy Mountains. Unsere Fahrerbesprechung konnten wir auf dem Campingplatz in Canberra im Trockenen abhalten, danach setzte wieder ein neuer Regenschauer ein. Doch wenn man die Augen schließt, dann klingt der Regen wie Applaus.

 

Applaus dafür, daß wir es bis hierher heil geschafft haben. Daß wir wunderbare Erlebnisse mit traumhaftem Wetter hatten und sich 32 Leute 61 Tage lang vertragen haben. Weder das Erste, noch das Zweite, geschweige denn das Dritte ist selbstverständlich. 

 

Vielleicht haben wir Glück und der Regen läßt morgen nach, wenn wir die Hauptstadt besichtigen wollen. Und wenn nicht?.....dann halten wir uns an Wilhem Busch, der in seiner unnachahmlichen Art vorschlug: 

"Dauerhaftem schlechtem Wetter 

mußt Du mit Geduld begegnen. 

Mach es wie die Schöppenstedter,

wenn es regnet, laß es regnen."

 

In diesem Sinne wünschen wir allen Lesern in der Heimat viel Geduld mit dem Wetter.....

wie immer es auch sein mag!


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