Sonntag, 03. November  2019
Wir sind gerade in Port Campbell

Planet Erde

Unsere illustre Reisegruppe ist hin und weg von den Schönheiten der Natur. Australien ist ein Kontinent der Gegensätze. Die Landschaften sind so extrem unterschiedlich - vielleicht mehr als in jedem anderen Land der Welt. Wer dieses Reisetagebuch von Anfang an mitverfolgt hat, der hat lange Zeit rote Erde und große Dürre gesehen. Jetzt zeigen unsere Fotos üppiges Grün und spektakuläre Küste. 
 
Auf unserem Weg zur Great Ocean Road lag uns zufällig der kleine Tower Hill Nationalpark in einem erloschenen Vulkan zu Füßen.
 
 
Auf einem Mini-Sträßchen rollten wir hinab zum Kratersee.
 
 
Immer wieder fasziniert von den Bäumen Australiens, die so üppig in alle Richtungen wuchern.
 
 

Man glaubt es kaum aber die schmale Straße führte auf eine Insel im Kratersee, die sich als Rückzugsort für viele einheimische Tiere erwies.

So begann der Tag gleich aufregend und wunderschön.

Außer unzähligen bunten Vögeln, die sich fast nicht im Foto einfangen lassen, erwischten wir hopsende Kängurus, stolzierende Emus und ziemlich aufgeweckte Koalas hoch oben in den Euklyptus-Bäumen.
 
 
Manchmal mußte man sich vorsichtig anschleichen, um sie nicht zu verschrecken. Dann aber konnte man eine ganze Känguru-Familie im Gebüsch entdecken.

 

Dieses kleine Paradies besteht aus mehr als einem Kratersee. Auf einem Wanderweg konnte man von oben tief hinein schauen in die verwunschene Welt. Wenn uns dabei ein Einhorn über den Weg gelaufen wäre, hätten wir das wahrscheinlich gar nicht als merkwürdig empfunden.

 

„Der Weg ist das Ziel!“ Dieser häufig so leicht und sorglos dahin geworfene Satz muß irgendwann einmal speziell für den heutigen Tag erfunden worden sein. Wir befuhren nämlich den ersten Teil der Great Ocean Road und parkten mehr als daß wir uns fortbewegten.

Dieser 243 Kilometer lange Highway 100 war von Kriegsheimkehrern in den Jahren 1919 - 1932 als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme erbaut worden und gehört heute zu den Hauptattraktionen Australiens.

 
Immer wieder hielten wir auf ausgewiesenen Parkplätzen an, wanderten zu den Aussichtsplattformen und dann kam er, der WOW-Effekt. Das Orange der Felsen im türkisblauen Wasser, umspielt von schneeweißer Gischt vor blauem Himmel wie hier in der Bay Of Islands.
 
 

Am Grotto-Aussichtspunkt war durch Erosion eine natürliche Felsenbrücke entstanden, über die wir hinüber gingen. 

 
Der Grotte selbst kamen wir über Stufen ganz nah und konnten durch den Bogen hindurch auf das unermüdlich arbeitende Wasser schauen. Wer weiß, wie lange er noch steht.
 
 
Den nächsten Halt legten wir bei der London Bridge ein. Hier war tatsächlich an einem Tag im Januar 1990 ohne Vorwarnung die Verbindung zum Festland eingestürzt.
 
 
Wenn man sieht, mit welcher Macht die Brandung an den Felsen nagt, dann können wir uns glücklich schätzen, diese bizarre Küste in ihrer ganzen Schönheit noch erleben zu dürfen.
 
 
Am Abend saßen wir beim Meeting wieder zusammen und sagten wie so oft: „Es gibt jeden Tag einen Grund, um dankbar zu sein.“ Heute dankten wir dem Schicksal für den wunderschönen Tag, an dem jeder heil und angefüllt von fantastischen Eindrücken ins Ziel gekommen war.
Brigitte und Barbara meinten noch einen anderen Grund zu kennen......sie baten alle, mit Gläsern zu erscheinen, denn sie wollten wahrhaftig auf den hohen Sieg von Eintracht Frankfurt gegen Bayern München etwas ausgeben und anstoßen.....

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