Freitag, 11.02.2011

Wes Brot ich eß, des Lied ich sing!

Tag 5 der alpinen Ski-WM!

Das strahlende Blau der letzten zehn Tage hatte den Himmel verlassen und war einem hellen Grau gewichen. Damit paßte es perfekt zur Stimmung des deutschen Fanblocks. Von den vier möglichen Starterinnen waren nämlich zwei bereits wegen Krankheit gar nicht erst zur WM angereist und dann hatte sich auch noch Gina Stechert im ersten Rennen den Daumen gebrochen.... und dann hatte sich auch noch Maria Riesch ein Virus aufgesackt......

Es war wie bei den zehn kleinen Negerlein. Aber ein Zuschauer braucht einen Sportler zum Anfeuern, wenn er nicht nur Zuschauer, sondern waschechter Fan sein will. Dann kam die erlösende Nachricht im Radio: Unsere Maria startet doch in der Kombination.

So pilgerten wir zum Slalom-Wettbewerb am Gudiberg - direkt an der Olympiaschanze. Das "Drumherum" ist ja auch immer sehenswert. AUDI - als Sponsor auf den Rennanzügen vertreten - hatte eine ihrer teuren Limousinen bis hoch auf den Absprungtisch der Schanze befördert - wie auch immer!? 

Mobile Warsteiner-Bierzapfanlagen waren auch sehr beliebt. Was es alles gibt!!!!

Wieder einmal waren wir - wie viele andere auch - "Zaungäste". Auch ohne teure Eintrittskarte hatte man den kompletten Slalomkurs im Blick.

Zwischendurch kam sogar die Sonne durch und tauchte den Kurs in Puderzuckeroptik.

Nachdem Maria Riesch - immer noch geschwächt - im ersten Teil des Wettbewerbs nur auf Platz 14 gekommen war, konnte sie auch im Slalom nicht mehr viel rausholen und landete auf dem 11. Rang.

Dafür siegte wieder einmal eine Österreicherin. Anna Fenninger sahen wir elegant ins Ziel sausen.

Nach dem Gewinn der zweiten Goldmedaille + einer Silbermedaille nach nur drei Wettbewerben waren die Österreicher natürlich aus dem Häuschen.

 Nach der großzügigen Verköstigung im Tiroler Zelt, die wir gestern genießen durften, entschlossen wir uns, nun zu den spendablen Nachbarn zu halten. Getreu dem Motto: "Wes Brot ich eß, des Lied ich sing!"

Zwei ausgelassene Exemplare unseres neu adoptierten Fanblocks überfielen uns dann auch gleich und bemalten uns mit Schminke in den Landesfarben. Wer weiß, was die nächsten Tage noch so alles bereithalten werden. Wir sind gespannt!


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