Mittwoch, 15. Mai  2019

Wir sind gerade in Hinton

 
Von kalten Seen und heißen Quellen
 
Wir sollten heute durch dichte Wälder zum Lake Maligne fahren und wurden am Beginn der abgelegenen Straße deutlich vor Bären gewarnt. Es passiert tatsächlich immer mal wieder, daß ein Schwarzbär unverhofft über die Fahrbahn springt.
 
 
Es ist noch früh im Jahr. Daher lag uns der wunderschöne Maligne See ruhig, friedlich und spiegelglatt zu Füßen. In ein paar Tagen wird ein großes Ausflugsschiff täglich seine Runden ziehen, damit dieses Juwel im Jasper Nationalpark auch von der Wasserseite aus bestaunt und fotografiert werden kann. Uns reichte ein Bild vom Ufer! 
 
Der Lake Maligne wird nie wärmer als 4 Grad Plus, liegt aber wunderschön eingebettet zwischen schneebedeckten Bergen. Besonders majestätisch "schwebt" der 3362 m hohe Mount Warren über dem See. Zumindest wirkt es so bei ruhigem Wasser.
 
 

Der See wird von einem Nebenfluß des Athabasca Rivers gespeist, der sich zuvor durch einen engen Canyon zwängt. Das gab uns die Möglichkeit für einen weiteren tollen Tagesordnungspunkt.

 

 

Über mehrere Brücken und über Stufen und Schwellen machten wir alle eine Wanderung durch die Klamm.

 

 

 

Bei den vielen Kilometern, die wir im Auto auf dieser Reise zurücklegen, freuten wir uns natürlich sehr über diese Workout-Gelegenheit mit An- und Abstiegen in herrlicher Landschaft.

Elisabeth entdeckte eine besonders hübsche Orchidee am Wegesrand, die Calypso Bulbosa auch Feenschuh genannt.

 

 

Zur Belohnung nach der Wanderung warteten die Miette Hotsprings auf uns. Diese heißesten Quellen der gesamten Rocky Mountains kommen mit 54° C heißem Wasser aus dem Boden. Dieses wird gefiltert und auf 40° C herunter gekühlt, bevor es in mehreren Becken den Entspannungswilligen zur Verfügung steht. Kein Wunder, daß einige Tour-Teilnehmer erst ganz kurz vor dem abendlichen Breefing am Campingplatz in Hinton erschienen. Wer möchte schon aus so einem Relaxpool freiwillig wieder heraus steigen?

 

 

Auch heute war die Landschaft wieder spektakulär. Das wird sich nun schlagartig ändern, denn für die nächsten Strecken warten hauptsächlich dichte Wälder und gerade Straßen auf uns.

 

 

 

Nach solch erholsamen Tagen sind wir nun auch wieder bereit für eine längere Etappe. Morgen wollen wir nach Norden zum Startpunkt des Alaska-Highways. Klingt nach Freiheit und Abenteuer, oder?

 


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