Montag, 16. Februar 2015
 

Kasane (BW) - Katima Mulilo (NA): 137 Kilometer

Botswana adé, Namibia wir kommen!

Nun haben wir wieder eine Grenze geschafft. Alles lief glatt, was in Afrika nicht selbstverständlich ist. Nur ungern haben wir Botswana verlassen, denn so viele Wildtiere wie hier, findet man sonst nirgends auf der Straße. Vielleicht mögt Ihr bald keine Elefanten mehr sehen.....wir jedoch freuen uns über jeden Dickhäuter, der vor uns die Straße überquert.

Uschi und Dieter hatten einen besonderen Glückstag, denn direkt vor ihnen lief sogar ein Löwe über die Straße.

Was man nicht alles erlebt so mitten drin in Afrika. Natürlich lieben wir die großen Tiere aber genauso fürchten wir die kleinen. Auf dem Campingplatz in Kasane hatte jeder sein eigenes kleines Sanitärhäuschen mit offenem Strohdach. Wenn wir morgens zum Duschen gingen, schauten wir erst einmal in alle Ecken, ob sich nicht irgendwo Schlangen oder anders Getier herunter gelassen hatten.

Bevor wir uns mit unserem Handtuch abtrockneten, schüttelten wir es und nicht selten kroch eine Spinne heraus.

Schuhe darf man natürlich gar nicht vor der Womo-Tür stehen lassen und wenn doch, sollte man sorgfältig nachschauen, ob sich ein Skorpion eingenistet hat. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich an diese Vorsichtsmaßnahmen und sie werden zur Routine. Wer abends im Dunkeln unterwegs ist, der leuchtet seinen Weg akribisch mit einer Taschenlampe aus. Man möchte ja sehen, worauf man tritt!

Um zehn Uhr trafen wir uns alle an der Grenze zum gemeinsamen Übergang.

Dieser kleine Border Post ist fast wie ein Privatposten: Keine LKWs, kein Stress, ein ruhiger kleiner Schalter erwartete uns und stempelte die Ausreise aus Botswana.

Dann fuhren wir die wenigen hundert Meter über einen Damm im Konvoi hinüber nach Namibia.

 Wir gelangten in den Caprivizipfel, eine der ärmsten Regionen Namibias. Überall Rundhütten und kleine Siedlungen aber sehr ordentlich und aufgeräumt.

Unser Campingplatz für die nächsten zwei Tage ist einer der schönsten der gesamten Reise.

Wir stehen direkt am Sambesi auf kurz geschnittenem Rasen. Alle Tour-Teilnehmer genießen die hübsche Umgebung und halten zum Teil mit dem Fernglas nach Krokodilen Ausschau. Als wir letztes Jahr auf diesem Platz waren, kamen abends die Flußpferde zu uns an Land. Afrika ist eben immer grandios und spannend.

 Morgen werden wir keinen Wecker stellen und den Vormittag zu einem ausgiebigen Frühstück und zum Wäsche waschen nutzen. Am Nachmittag wird uns ein Boot zu einem Ausflug auf dem Sambesi mitnehmen. Ach, geht's uns doch gut! 

Übrigens liegen die Tagestemperaturen immer noch in den hohen Dreißigern, wenn nicht darüber. So ist das, wenn man den deutschen Winter gegen den südafrikanischen Sommer tauscht. Auf den meisten Plätzen gibt es einen Pool - und eine Klimaanlage haben wir auch......bloß Strom gibt es nicht immer. Auch Geldautomaten spucken manchmal nichts aus und Bank-Computer sind "out of order", so daß Geldwechsel unmöglich ist. Aber würde man jemals einen Afrikaner sehen, der sich darüber aufregt? NIEMALS! Es findet sich immer eine Lösung und zum Ärgern ist es schlicht und einfach zu heiß!


zurück zum Reisebericht "Südliches Afrika" ⇒ 

 

 

 

Nach oben