Freitag, 17. Mai  2019

Wir sind gerade in Fort Nelson

Unterwegs auf einer der Traumstraßen dieser Welt

In Dawson Creek, wo wir gestern übernachtet haben, beginnt bekanntlich der sagenumwobene Alaska Highway. Hier ist die Meile 0. 
1942 von 11.000 Männern in nur acht Monaten und zwölf Tagen aus dem Boden gestampft, galt er lange Zeit als Abenteurer-Straße in die Wildnis.
 
Auch wir wollen uns der Herausforderung stellen und den Großteil der 2400 Kilometer langen Strecke befahren. Alaska Highway! Das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen. Die Straße der Pioniere! Die Krönung unserer Tour! Ab heute geht's los! 

Alaska wir kommen!

 

Kaum losgefahren hatten wir den ersten und einzigen Besichtigungspunkt des Tages erreicht.

Die historische Holzbrücke über den Kiskatinaw.

 
 
Die Bauzeit dieser nur 162 m langen Brücke betrug durch verschiedene Widrigkeiten genauso lange wie die des gesamten Highways. Es ist zugleich die erste Holzbrücke Kanadas, die mit einem Winkel von 9° konstruiert wurde.
 
 
Der erste Abschnitt des Alaska Highways, den wir heute unter die Räder nahmen, erforderte ein wenig Durchhaltevermögen. Im Großen und Ganzen war der Straßenzustand sehr gut, so daß wir meist zwischen 90 und 100 km/h fahren konnten. Das Vorankommen war also nicht das Problem. Es gab auch nicht viel Verkehr, der uns behindert hätte, keine Ortschaften, keine Ampeln - nein - die Eintönigkeit der geraden Strecke war unser Feind und man mußte aufpassen, wach zu bleiben.
 
Wir hatten zwar wieder viele Kilometer zu bewältigen aber die Gegend gehörte uns fast allein.
 
 

Fast! Einige Tour-Teilnehmer erspähten Elche in der einsamen Landschaft, andere gingen wieder auf Bären-Jagd.

Friedhelm kam mit einer „Beute“ von 4 Schwarzbären ins Ziel. Zunächst hatte er am Straßenrand nur einen auffällig schwarzen Fleck bemerkt. Dann schaute ihm das schöne Tier tief in die Augen.

 
Morgen wird die Etappe kürzer und abwechslungsreicher. Wir wollen zum Lake Muncho.


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