Montag, 20. Mai  2019

Wir sind gerade in Whitehorse

Durch endlose Wälder folgen wir dem Ruf des Yukons

„Fahren in seiner schönsten Form“ war einmal ein Werbespruch von Porsche. Wir können uns dem anschließen, meinen aber im Reisemobil durch Kanada. Wieder liegt eine grandiose Etappe hinter uns mit Landschaft zum Weinen vor Glück.
 
 
Tiefgrüne Wälder, schneebedeckte Berge, unendliche Weiten auf dem Alaska Highway......
der nur uns zu gehören scheint!
 
 
Nach 130 Kilometern Fahrt, auf denen hinter jeder Kurve die Landschaft sich wieder anders schön oder schön anders präsentierte, gelangten wir zum ersten Punkt in unserem Roadbook: Zu den Rancheria Falls. Als wir auf dem Parkplatz eintrafen, kam uns die „Viererbande“ schon wieder entgegen. Volker, Karin, Friedhelm und Silvia haben eine Fahrgemeinschaft gebildet nach dem Motto: „Geteilte Freude ist doppelte Freude.“
 
 
Wie immer traf man zwanglos auf andere Mitreisende, die von der kanadischen Natur genauso begeistert sind wie wir. Auf einem hübschen kleinen Wanderweg vielfach über Holzstege wurden wir zu den kleinen Wasserfällen geführt.
 
 
Diese Wasserfälle waren an sich nicht spektakulär aber der 20-minütige Spaziergang in der klaren Morgenluft war eine willkommene Abwechslung im Fahrgeschehen.
 
 
Noch einmal so weit gefahren und wir erreichten den 482-Einwohner-Ort Tesslin. Wenn dieser nicht an der Mündung des Nisutlin Rivers in den 138 km langen Tesslin-See gelegen wäre, würde wahrscheinlich niemand von der Häuseransammlung Notiz nehmen. So aber waren die Konstrukteure des Alaska Highways gezwungen, eine riesige Brücke über den sich zu einer Bucht verbreiternden Fluß zu bauen. Mit 584 Metern ist die Tesslin-Bridge die längste Brücke auf dem über 2400 km langen Alaska Highway. Ein Foto-Stopp war uns das allemal wert, bevor wir ehrfürchtig hinüber rollten.
 
 
Beim abendlichen Meeting auf dem Campingplatz spendierten unsere beiden Frauen-Teams eine Runde Whisky mit Häppchen. Es war schon so etwas wie eine vorgezogene Abschiedsfeier, denn die Vier haben nur für Kanada Zeit und heben sich die Alaska-Runde für ein anderes Mal auf. Deshalb wird morgen hier in Whitehorse ihr letzter Urlaubstag sein, bevor sie die Wohnmobile abgeben und nach Frankfurt zurück fliegen.
 
 
Der Höhepunkt des Abends war die Krönung des Bärenkönigs. Wir hatten bereits darüber berichtet, daß wir eine Bärenstatistik führen, bei der jeder beim Eintreffen im Ziel dem Reiseleiter die Anzahl der gesichteten Bären meldet. Diese Liste wurde heute geschlossen und ausgewertet.
Für Alaska heißt es dann: „Neues Spiel - neues Glück!“ 
 
Werner hatte tatsächlich insgesamt 31 Bären gesichtet und wurde mit einer Urkunde und dem Hauptgewinn belohnt. Dieser an sich schon schöne Abend fand am Lagerfeuer einen würdigen Ausklang, nachdem seine Majestät seinerseits eine Runde spendiert hatte. Wie man sieht, geht‘s uns hier saugut.
 


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