Freitag, 29.04.2011

 

Royal Tea Party

Als wir gestern unseren Standort nach Überlingen verlagert hatten, waren wir de facto schon vom Bodensee davongefahren, denn die Ausbuchtung des Sees, die wie ein Finger nach Nordwesten ragt, heißt bereits Überlinger See. Nun sind wir heute immer am Ufer entlang bis nach Meersburg zurück zum richtigen Bodensee geradelt und haben somit nun fast das gesamte Nordufer in Etappen erkundet. Leider war es sehr dunstig und so können wir weder blaues Wasser noch blauen Himmel bieten.

Dafür werden uns wohl ewig die hübsch angelegten Blumenbeete und das immerwährende Urlaubsgefühl in Erinnerung bleiben, das über dem Bodensee zu liegen scheint.

Auch durch Unteruhldingen führte der Radweg, wo historisch nachgebaute Pfahlbauten eine Zeitreise in die Steinzeit vermitteln. Heute stehen stattliche Villen am Ufer und anstelle der hier ausgestellten Einbäume ziehen Segelschiffe elegant ihre Bahnen auf dem See.

Das Radfahren rund um den See ist wirklich ein Kinderspiel was die Steigung bzw. deren Nichtvorhandensein angeht. Konzentration erfordert die Radtour allemal denn es sind so viele Radler in beiden Richtungen unterwegs - mit und ohne Gepäck, mit und ohne Kinderanhänger - daß man manchmal ganz schön navigieren muß.
Zurück auf dem Überlinger Stellplatz wollten auch wir dem englischen Hochzeitspaar unsere Referenz erweisen. So trafen wir uns mit Marlies und Günter zur „Royal Tea Party" und Marlies steuerte einen „Strawberry Wedding Cake" bei. Wir beglückwünschen hiermit das zukünftige Königspaar und wünschen für die Zukunft alles Gute!

Angestoßen wurde alkoholfrei mit Tee und Kaffee, denn als die Torte verputzt war......( Sagt man nicht immer, es bringt Unglück, wenn man vom Hochzeitskuchen Reste läßt????? Egal, wir wollten jedenfalls kein Risiko eingehen)......also als kein Krümelchen mehr übrig war, da flüchteten wir vor dem zum 1. Mai-Wochenende am Bodensee zu erwartenden Touristen-Ansturm in den Südschwarzwald.

Nach 66 Autobahnkilometern sind wir auf dem Stellplatz in Bad Dürrheim gelandet. Dieser „Top-Platz" liegt zwischen Villingen-Schwenningen und Donaueschingen und hat auf fünf verschiedenen Stellflächen Platz für sage und schreibe 350 Mobile, von denen die meisten schon angekommen waren als wir um 17 Uhr eintrudelten und von einem kurzen aber heftigen Hagelgewitter überrascht wurden.

Nun sind wir also mitten drin im tiefsten Baden-Württemberg und sind gespannt, was uns hier erwartet.


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