. . . . aktuell online 5 - heute bisher 52 - gestern 320 - seit April 2009 zu Besuch 3576769 . . . . .



Und damit verabschieden wir uns erst einmal wieder. 

Um es mit Theodor Fontane zu sagen: 


„Manche Hähne glauben, daß die Sonne ihretwegen aufgeht.“ 


Wir glauben das keineswegs und denken, daß Ihr, liebe Leser und Leserinnen, genug mit Eurem eigenen Alltag zu tun habt, als daß unsere kleinen Geschichtchen viel interessanten Lesestoff bieten können. 


Wenn wir wieder auf große Tour nach Kanada gehen, 

dann nehmen wir Euch natürlich gern hautnah wieder mit…….






Mittwoch, 1. Mai 2024


Es bedeutet Luxus, die Sonne vom Schatten aus zu grüßen



Sonne hatten wir heute bis zum Anschlag. Vom Sonnenaufgang um 5:54 Uhr bis zum Sonnenuntergang um 20:56 Uhr - also voll krass: 15 Stunden lang kein Wölkchen am heidelbeerblauen Himmel.


Ein großartiger Tag, um das Zwischenahner Meer zu umrunden. 


Es entstand vor 12.000 Jahren, als der darunterliegende Salzstock einstürzte und sich die entstandene Mulde mit Grundwasser füllte.


Der Weg um den drittgrößten Binnensee Niedersachsens ist gut 12 Kilometer lang und gerade jetzt Anfang Mai mitten in dem großartigen Baumbestand ein Hochgenuß.


Zwischendurch kommt man am „Park der Gärten“ vorbei, dem 14 Hektar großen Gelände der ersten Niedersächsischen Landesgartenschau von 2002.



Viele verschiedene Themengärten mit den unterschiedlichsten Wasserelementen laden zum Spazieren ein.



Eine sehr lange Bank regt zum Nachdenken an. Sie soll der perfekte Ort sein, um Pläne zu schmieden. Ja, wo fahren wir als nächstes hin? Das will gut überlegt sein. Die gewaltigen Mammutblätter interessiert das alles nicht. Sie sind, wo sie sind und sie bleiben, wo sie sind.




Zu jeder Jahreszeit zeigt der Park ein anderes Gesicht. Im Moment blühen die verschiedensten Rhododendron-Arten wunderschön.


 


Auf unserer Seeumrundung kamen wir an einigen Restaurants und Cafés vorbei. An einer Stelle waren sogar Bühne, Bierwagen und Bratwurststände aufgebaut. Da konnten wir natürlich nicht einfach so vorbeilaufen. Viele schöne Ausblicke aufs „Meer“  machten die Wanderung sehr kurzweilig.



Zurück in Bad Zwischenahn war der Durst natürlich riesengroß. So groß, daß es Bier zum Kuchen gab. Das körpereigene Belohnungssystem sprang hochmotiviert an und löste Freude und Zufriedenheit aus. Ein gelungener „Tag der Arbeit“.





Montag, 29. April 2024


„In meinem Bauch ist noch so ein Lückerl für ein Stückerl.“ 
(Pumuckl)


Dieses Lückerl wollten wir gern auffüllen aber: Erst die Bewegung für den ganzen Körper, dann die Bewegung für die Kaumuskeln! Morgens hatten wir bereits unseren Phoenix bewegt, denn bei der Ankunft am Vortag mußten wir uns in eine enge Nische auf dem alten Teil des Bad Zwischenahner Stellplatzes quetschen, heute nun wurden sehr schöne Plätze im neuen Bereich frei und so zögerten wir nicht lange und parkten um.



Bad Zwischenahn feiert in diesem Jahr sein 900-jähriges Bestehen und wir können gut nachvollziehen, warum dieser Kurort so beliebt ist. Der Kurpark, direkt am Ufer des Zwischenahner Meeres gelegen, ist eine wunderschöne grüne Lunge.



Alter Baumbestand, ehrwürdige Villen und immer ein Prise „Seeluft“ machen jeden 

Spaziergang zu einem Genuß.



Das urige Gasthaus Spieker, in einem alten Bauernhaus mitten im Freilichtmuseum gelegen, 

hatte es uns angetan.



Dort sollte das Stückerl ins Lückerl und wir waren uns außerdem sicher, bei der Getränke-Auswahl die richtige Entscheidung getroffen zu haben.



Wie gut, daß wir nach dem rustikalen Essen noch eine Weile auf dem Seerundweg wandern mußten, um zurück zum Wohnmobil-Stellplatz zu gelangen.



Manchmal ist es gar nicht schlimm, auf dem Holzweg zu sein. Nämlich dann, wenn er wie hier wunderschön durch die sumpfige Uferzone des Zwischenahner Meeres führt. Stellplatz und Gegend hier im Ammerland - beides eine absolute Empfehlung!






Samstag, 27. April 2024


Man weiß nie, wofür es gut ist



Ja, man weiß nie, wofür es gut ist. Dieser Spruch meiner Oma hat sich schon oft bewahrheitet. So auch heute. 

Das Tagesziel sollte ein ganz hübscher Stellplatz an einer Marina sein auf halbem Wege von Rosbach in der Wetterau nach Bad Zwischenahn im Ammerland. Wir versuchen mittlerweile, lange Etappen zu vermeiden und so darf gern nach 200 Kilometern der nächste Übernachtungsplatz erreicht sein.


Da wir wußten, daß der halbkreisförmige Stellplatz in der Marina Rünthe nur 18 Parzellen bereit hält und wir an einem Samstag unterwegs sein würden, war uns klar, daß wir uns früh auf den Weg machen müßten.



Die jüngsten gerade veröffentlichten Statistiken weisen aus, daß sich die Zahl der Wohnmobile seit 2017, also seit gerade einmal 7 Jahren, mehr als verdoppelt hat auf 908.000 Fahrzeuge. Hinzu kommen die Wohnmobilreisenden aus dem benachbarten Ausland und schon wird klar: Wir werden uns früh auf den Weg machen müssen. 

Wobei „früh“ ist nicht so wirklich unsere Tageszeit. Wir sind vom Wesen her Volleulen. 


Es kam wie es kommen mußte…..Das Samstags-Frühstück bei Ulrike & Dieter zog sich länger hin als geplant und schon war die Uhrzeit deutlich zweistellig. Hinzu kam eine verzwickte Umleitung durchs Stadtgebiet von Lüdenscheid, die uns eine gute halbe Stunde kostete. Die Rahmede-Talbrücke auf der A45 war bereits seit 2021 wegen Einsturzgefahr gesperrt und wurde dann endlich vor einem Jahr spektakulär gesprengt. Der Neubau soll fünf Jahre dauern - wer‘s glaubt! Bis dahin fährt der gesamte Autobahnverkehr für fünf Kilometer durch den kleinen Ort.


Als wir in Marina Rünthe ankamen, waren natürlich alle Stellplätze belegt. Was tun? Glücklicherweise hatten wir bei der Anfahrt aus den Augenwinkeln ganz in der Nähe einen netten Wanderparkplatz im Grünen entdeckt. Nachdem wir dort eingeparkt hatten, stellten sich noch fünf weitere Wohnmobile dazu. Wie gut, daß wir immer alles dabei haben und autark sind.



Na ja, nicht ganz alles hatten wir an Bord. Bei einem Spaziergang am Datteln-Hamm-Kanal, zu dem die Marina gehört, entdeckten wir einen Speiseeis-Automat. Eis hätten wir tatsächlich nicht im Wohnmobil gehabt. So aber investierten wir die gesparte Stellplatzgebühr in das sagenhafte Eis eines jungen Start-Up Unternehmens. Peter Telgmann - von Beruf Konditor - hatte im Alter von 18 Jahren die Idee, sein Eis in Genußautomaten anzubieten. Im April 2020 stellte er den ersten auf und expandiert seither im gesamten Münsterland.


 


Wie sagte die Oma? Wer weiß, wofür‘s gut ist. Stellplatz voll - Stellplatzgebühr aufgeschleckt.





Freitag, 26. April 2024


 

Zu Besuch bei Kindern, Freunden und beim King



So eine Wohnmobil-Rundreise bietet viel Raum für spontane Planänderungen und Besuchs-Ideen. Voraussetzung ist, daß alle Beteiligten offen für impulsive Einfälle sind. 


So überraschten wir unsere Tochter, Schwiegersohn und die drei Enkeljungs mit der plötzlichen Eingebung eines lange überfälligen Besuchs. In Zeiten von Home-Office läßt sich da manches geschmeidig gestalten. 


Weiter ging‘s danach zu Ulrike & Dieter, mit denen wir schon einige viele Reisetage in Australien, in Afrika und auf den Kreuzfahrt - Routen dieser Welt verbracht hatten. 


Die beiden zauberten ein Frühstück vom Feinsten, das einfach mehrere Stunden dauern mußte, weil wir zwischen den einzelnen Brötchen-Bissen wieder so lange von früher erzählten.



Auf einer anschließenden Panorama-Fahrt durch die Wetterau kamen wir Vier auch im hübschen Bad Nauheim vorbei, wo wir auf dem Johannisberg nicht nur die tolle Aussicht, sondern auch ein erbauendes Heißgetränk genießen konnten. 



Gleichzeitig statteten wir dem King of Rock n Roll einen Besuch ab. Elvis hatte während seiner Militärzeit in Deutschland in einer Jugendstil-Villa in dem mondänen Badeort gelebt, vor der noch heute ein Gedenk-Schrein Fans aus nah und fern anzieht. 



Ausgefüllte Tage mit viel Erinnerungs-Potential!







Dienstag, 23. April 2024


Besuch bei Vater Rhein 

- oder - 

Fahren wir mal nach Worms, da waren wir noch nie!



Heute ging es uns wie in dem „Seniorenwitz“ über die Restaurantsuche zum Klassentreffen. 

Wer ihn schon kennt, möge uns verzeihen…..


Zum 10-Jährigen Abiturs-Treffen fragen sich die Organisatoren, in welchem Restaurant sie reservieren sollen. Gehen wir doch zum Goldenen Löwen, da ist die Bedienung so sexy! Gesagt getan.

Zum 20-Jährigen dieselbe Problematik. Gehen wir doch zum Goldenen Löwen, da läuft nebenbei Sky Bundesliga! 

Gesagt getan.

Zum 30-Jährigen, man ist mittlerweile Anfang Fünfzig, einigt man sich auf den Goldenen Löwen, weil dort das Essen so besonders gut ist und die Weinkarte exquisit. 


Zum 40-Jährigen Abi-Treffen fällt die Wahl auf den Goldenen Löwen, weil es schön ruhig ist und genügend Parkplätze vor der Tür sind.


Zum 50-Jährigen Jubiläum scheint den Organisatoren der Goldene Löwe ideal, weil es dort Seniorenportionen und einen barrierefreien Zugang gibt.


Als das Planungsteam schließlich ein Lokal für den Jahrestag zum 60-Jährigen Abitur sucht, schlägt das treuste Mitglied spontan vor: 

Gehen wir doch einfach mal zum Goldenen Löwen, da waren wir schließlich noch nie…….



Und so dachten wir uns: Fahren wir doch mal nach Worms! Da waren wir noch nie!

Mit Augsburg, Trier und Kempten zählt Worms zu den vier ältesten Städten Deutschlands.



Wir gingen vom Stellplatz aus zügig ins Zentrum, um den Dom zu bestaunen.


 Immerhin neben Mainz und Speyer einer der drei romanischen Kaiserdome. 


Außerdem ist Worms geschichtsträchtig durch Martin Luthers Auftritt 1521 

vor dem Reichstag, auf dem er seine reformatorischen Schriften mit 

den Worten verteidigte: 


„Hier stehe ich. Ich kann nicht anders.“



Neben den hübschen alten Gebäuden, gibt es viel Beton-Neubau in der Innenstadt.
 Daher machten wir uns lieber auf den Rückweg zu den Rheinpromenaden.


 


Hier, ganz in der Nähe des Stellplatzes, läßt sich wunderschön bummeln.



Wie hübsch mag es aussehen, wenn all die beschnittenen Bäume wieder ausschlagen…



Und ganz plötzlich

 - out of the clear blue sky - 

(wie der Engländer sagt) 

hatten wir ein Erweckungserlebnis. 

Wir standen wie vom Donner gerührt vor Hagen. 

Vor Hagen, wie er gerade dabei ist mit ausladender Armbewegung den Nibelungen-Schatz zu versenken.


Das hatten wir schon einmal gesehen. 


Gibt es dieses Denkmal auch woanders zu bestaunen?



 Nein! 

Wir recherchierten in unserem Online-Tagebuch und mußten feststellen, daß wir am 26. Juli 2011 bereits vor Hagen standen, bereits auf den Dom schauten, bereits auf dem Stellplatz übernachteten. Erschreckend! Keine Erinnerung an die enge Zufahrt auf den Platz, keine Erinnerung an die Altstadt von Worms! 


Ab jetzt heißt es: 

Aufgepaßt! Nie wieder werden wir zum Essen in den Goldenen Löwen gehen…..

dann kochen wir lieber selbst!

#




Montag, 22. April 2024


Zum Wohl.  Die Pfalz.



Mit diesem schlichten aber einprägsamen Spruch wirbt die Pfalz für sich und ihr wichtigstes Produkt. Zum Wohl deuten wir aber nicht nur als Trinkspruch, sondern auch als Ausdruck des Wohlergehens für Geist und Körper. Bei einem ausgiebigen Spaziergang erfreuten wir uns an den hübschen Häusern auf dem Römerplatz.



Auch am Stadtplatz grünt und blüht es.



Besonders attraktiv ist der Kurpark mit weit aufgeblühten Kastanien und mächtigen Bäumen. Das kleine Städtchen ist wirklich eine Reise wert.


#




Samstag, 20. April 2024


Am Puls des Weines


Wir sind heute 150 Kilometer weiter gerutscht und stehen nun auf dem Wohnmobilstellplatz in Bad Dürkheim. Immer wieder schön ist es in der Pfalz. Hier dreht sich alles um Wein. Die Reben wachsen mitten im Ort und angrenzend an den Stellplatz und sie schlagen schon kräftig grün aus. Natürlich läßt sich überall ein edles Tröpfchen verkosten.



Die Hauptattraktion in Bad Dürkheim ist allerdings das „Riesenfaß“ mit 13,5 Metern Durchmesser und einem Rauminhalt von 1,7 Millionen Liter. Dieses originelle Denkmal des Deutschen Weines baute 1934 der Winzer Fritz Keller. Dazu wurden im Schwarzwald 200 Tannen von 40 Metern Höhe gefällt, die dann nur nachts und mit Sondergenehmigung hierher in die Pfalz transportiert werden konnten.



Heute wird ein uriges Restaurant in diesem Faß betrieben. Die Chance ließen wir uns nicht entgehen und bestellten Weinschorle mit Saumagen. Man muß wissen, daß die Schorle in der Pfalz traditionell im „Dubbeglas“ gereicht wird. Dieses faßt einen halben Liter, also einen echten „Schoppen“ und ist mit

 Tupfen - fingerspitzengroßen Einbuchtungen - versehen.



Nach einer Pfälzer Schorle kann man in der Regel nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen. Das Dubbeglas wird zu Dreiviertel mit Wein gefüllt und dann kommt noch ein Spritzer Mineralwasser obendrauf. Bier zu bestellen wagt man in der Pfalz nicht wirklich……..

#




Donnerstag, 18. April 2024


Am Ufer der Kinzig


Das Schöne am Reisen mit Wohnmobil ist, daß man immer wieder Plätze ansteuert, die man noch nicht kennt. Von Freiburg bis Gengenbach war es ein Katzensprung und schon fanden wir uns auf einem ruhigen, netten Stellplatz im Grünen am Fluß wieder.




Gengenbach, die „Perle unter den romantischen Fachwerkstädten“, wie dieses 10 Kilometer südlich von Offenburg gelegene Örtchen gern genannt wir, grüßte schon von Ferne mit seinen Toren und Türmen.



Nach einem kleinen Spaziergang war die Altstadt erreicht. Das über 200 Jahre alte Rathaus mit dem steinernen Ritter auf dem Marktplatzbrunnen ist der zentrale Hingucker.



Mit großer Freude bummelten wir durch das hübsche Städtchen.



Wunderbar erhaltene Fachwerkhäuser prägen das Bild der Altstadt.



Auch die Türme der ehemaligen Stadtbefestigung tragen zu dem pittoresken Gesamteindruck bei.



Wir freuen uns, wieder einmal ein bisher unbekanntes Fleckchen Deutschlands kennengelernt zu haben. 

So schön ist unser Land, so gut erhalten die Vergangenheit - die sich in den historischen Gebäuden findet - so friedlich. 

Danke, Schicksal, daß wir hier leben dürfen!

#




Mittwoch, 17. April 2024


Was ich nicht ändern kann, nehme ich wie‘s Wetter



Den Vormittag über mußten wir abwarten, bis sich der heftige Regen endlich gelegt hatte. Nachdem wir aber die Bilder der Überschwemmungen in Dubai und auf der gesamten arabischen Halbinsel gesehen hatten, die derzeit mit den stärksten Regenfällen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen zu kämpfen hat, fanden wir‘s schon gar nicht mehr so schlimm.


Die Straßenbahn hält direkt vor dem Stellplatz und fährt alle paar Minuten. Bequemer geht‘s nicht. Mit der Linie 4 waren wir also ruckzuck in der City der 230.000-Einwohner-Stadt. Das von der ursprünglichen Stadtbefestigung übrig gebliebene Martinstor, eines der Wahrzeichen Freiburgs, begrüßte uns als Erstes.



Die Männer von Meier‘s Wurststand in ihren roten Schürzen grüßten ebenfalls freundlich und reichten uns die „geteilte Rote mit Zwiebeln im Weckle“ rüber, die genauso zu Freiburgs Attraktionen gehört wie das von 1200 - 1513 erbaute gotische Münster, zu dessen Füßen sie und die Mitbewerber wochentags ihre Buden aufbauen.



Wir hatten Glück und erwischten tatsächlich eine Regenpause für unsere Stadtbesichtigung auch wenn der Himmel manchmal bedrohlich zuzog. 


Beim Betrachten der vielen gut erhaltenen historischen Gebäude mußte man allerdings vorsichtig laufen, damit die Füße nicht versehentlich in einem der Bächle landen, die die gesamte Altstadt durchziehen.




Ein schöner Bummel, von dem wir uns selbstredend zwei Stücke original Schwarzwälder Kirschtorte mitgenommen haben, die wir nun zurück im warmen Phoenix verschmausen werden - und zwar mit viel heißem Tee.


Hans-Hermann überlegt, ob er sich beim Deutschen Wetterdienst beschweren soll für die Fake News, die jeden Abend in der Tagesschau über den Sender laufen, wenn auf der Karte Freiburg im Breisgau regelmäßig als die Stadt mit dem wärmsten, schönsten, sonnigsten Wetter gezeigt wird. 

Fake News - nichts als Fake News!






Dienstag, 16. April 2024


Wolkiges Versprechen



Nach zehn schönen Tagen in Bad Dürrheim stellte sich die Frage: „Was nun?“ oder vielmehr „Wohin nun?“ 

Mit Überlegungen in alle Himmelsrichtungen kamen wir zu dem Schluß, daß ein Besuch in Freiburg überfällig ist. Die Stadt Deutschlands mit dem mediterransten Klima, mit der sommerlichsten Wetterlage und der urlaubsmäßigsten Stimmung lag uns schließlich zu Füßen. Schlappe 79 Kilometer durchs Höllental und schon wären wir im Paradies.



Dunkle Wolken versprachen allerdings nichts wirklich Gutes und auf knapp über 1000 Metern Höhe, die wir auf einer nicht enden wollenden Umleitung erreichten, lagen sogar noch zarte Schneereste.



Die Bundesstraße 31 windet sich in teils spektakulären Kehren und frißt sich immer tiefer ins Tal. Die wohl schärfste Kurve des Schwarzwalds ist die 360° Kreuzfelsen-Kurve.



Auch eine weitere geschichtsträchtige Stelle galt es zu passieren. Der berühmte Hirschsprung! Hier soll einst ein Hirsch auf der Flucht die Engstelle im Höllental übersprungen haben. Noch heute grüßt ein prächtiger Hirsch von links oben und lenkt die Autofahrer hoffentlich nicht zu sehr vom Blick auf die Straße ab.



In Freiburg angekommen lösten die Wolken ihr nasses Versprechen ein. Bei 6°C und ausgiebigem Regen erscheint der Stellplatz am Europapark-Stadion, der neuen Spielstätte des SC Freiburg, noch trostloser als ohnehin schon. Leider ist das Freiburgs einziger Stellplatz und wir hoffen zumindest für morgen auf einen gnädigen Wettergott für einen Stadtbummel.






Samstag, 13. April 2024


Rechne mit allem, außer mit Urlaub!



So in etwa lautet das Geschäftsmodell vom Reiseveranstalter SeaBridge. Und trotzdem haben Hunderte von Wohnmobil-Fans den Weg nach Bad Dürrheim gefunden. Der Stellplatz ist megagroß mit riesigem Erweiterungspotential, das auch in vollen Zügen ausgeschöpft wird. Jeder möchte dabei sein beim großen Frühjahrstreffen.




Schon in der Einfahrt wartet zur Begrüßung der Firmengründer Detlef Heinemann und gibt wertvolle Tipps zum Erreichen der Vortrags-Location. Für Reiseveranstalter Kostya Abert ist es die Ruhe vor dem Sturm. Kurz noch die Stimme schonen, bevor er wieder einen seiner charismatischen Vorträge hält und danach mit Fragen bombardiert wird.



SeaBridge Geschäftsführer Patrick Adam freut‘s, daß etwa 600 Reise-Verrückte angereist sind, um sich Inspirationen für ihre nächste Tour zu holen. Wer will schon zuhause bleiben, wenn doch die Welt voller Abenteuer ist …..



Im großen Kursaal ist fast jeder Platz besetzt, während die Vorträge gehalten werden.

Die Reiseleiter nehmen alle Interessierten mit zu den entlegensten Zielen der Welt. Und obwohl die Touren als durchaus herausfordernd und zeitweise anstrengend geschildert werden, besteht absolute Suchtgefahr.



Nachdem Hans-Hermann seine große Liebe zu Afrika in eine bunte Bild- und Filmpräsentation gegossen hatte, kamen sofort die ersten Anfragen, denn dieser Kontinent weckt große Sehnsüchte. Verstärkt durch weitere Vorträge zu anderen Regionen knisterte die Luft im Saal. Viele wären wohl am liebsten sofort losgefahren immer weiter und weiter und weiter.


Höhepunkt des Tages war eine Live-Schaltung nach Belize. Reiseleiterin Janette Emerich, die sich gerade mit ihrer Gruppe auf einer 200-Tage-Tour auf der Panamericana befindet, hatte ihren Vortrag über diese Reise zwar digital auf den Computer eines Kollegen geschickt, kommentierte ihn aber 90 Minuten live über eine ans Mikro gehaltene Handy-Verbindung. Mehr als 9000 Kilometer wurden mit dieser Standleitung überbrückt. Getreu dem SeaBridge-Motto „geht nicht, gibt‘s nicht“!






Freitag, 12. April 2024


Dem Wanderer ist alles Weg. Dem Ängstlichen raschelt alles. 

Dem Sucher ist alles Fund. Dem Reiselustigen ist alles Abenteuer……


Wir haben viel Nichts gemacht in letzter Zeit - und das nicht ungern. 


Aber nun scheint uns der Moment gekommen, mal wieder etwas an unserer Work-Life-Balance zu ändern. Nachdem wir als Reiseleiter früher schon so manchen Sturm mit Ruhepuls überlebt hatten, standen die letzten vier Jahre im Zeichen rein privaten Reisens. Doch nun werden wir für SeaBridge im Herbst endlich wieder eine kleine aber feine Tour leiten.


Am 21. September starten wir in Toronto - im Osten Kanadas - mit Mietmobilen in die ganz besondere Jahreszeit „Indian Summer“. Für 23 Tage geht‘s im Uhrzeigersinn durch die „glühenden Wälder“ der Nationalparks am mächtigen St. Lorenz-Strom entlang. Nebenbei erleben wir Ottawa, Montréal und Québec. Auch die farbenprächtigen Ahornwälder der Neuenglandstaaten nördlich von New York wollen wir durchstreifen. Die Niagarafälle sollen der krönende Abschluß sein. 



Hat noch jemand Lust mitzukommen? Weitere Infos hier:


 https://www.seabridge-tours.de/tour/indian-summer-2024/


Selbstverständlich werden wir dann auch wieder auf unserer (derzeit etwas verwaisten) Homepage 

live berichten.


„Jede Erinnerung, jede Geschichte, die wir erzählen, jedes Lächeln, das dabei 

auf unseren Lippen liegt – alles hat den Ursprung in einer Entscheidung.

Jede Reise und jede neue Erfahrung beginnt mit einem ersten Schritt, mit 

einem Aufbruch. Jede Geschichte beginnt mit einem YES.“ 


(Lufthansa Werbung Februar 2024)



Wir hätten es nicht schöner sagen können…..außer vielleicht mit den Worten:

 

„Der Abwasch kann warten, das Leben nicht!“


In diesem Sinne! Bleibt uns gewogen, bleibt zuversichtlich!


Eure PHOENIXE





Sonntag, 07. April 2024




Ich-schmeiß-die-Jacke-weg-Wetter


Aprilwetter kennt man eigentlich unter anderen Vorzeichen. 

Vorgestern hatten wir eilig noch eine neue Gasflasche gekauft, als die Füllanzeige der im Gebrauch befindlichen auf „rot“ umsprang. 


Gestern schalteten wir die Heizung morgens erst gar nicht an. Ja, im Laufe des Tages kletterte das Außenthermometer gar bis auf 32°C. Unfaßbar an einem 6. April!


Und heute waren - fast - alle Tische der Eisdielen voll besetzt. Ein einziger wurde frei und lächelte uns derart freundlich zu, daß wir gar nicht anders konnten als uns dort niederzulassen.



Wir genießen das Wetter in der kleinen Kurstadt Bad Dürrheim in 733 m auf einer Hochebene eingebettet zwischen südlichem Schwarzwald und Schwäbischer Alb. Der Reisemobilhafen soll mit über 340 Stellplätzen - aufgeteilt in mehrere Abschnitte - der größte in ganz Deutschland sein.



Im Kurpark sollen „täglich neue Kräfte wachsen“ und so spazieren wir tiefenentspannt durch die gepflegte Anlage.




Ob die Kräfte tatsächlich so schnell wachsen, wissen wir nicht genau. Fest steht aber, daß die Energie-Ringe der Erde die Power hatten, zwei Lebenswege wieder einmal zusammen zu führen.


Unsere Schweizer Freunde Irma und Achilles, mit denen wir bereits vor 12 Jahren fast sechs Monate lang durch Afrika und später durch die halbe USA und ganz Neuseeland gereist sind, liefen uns unvermutet, unvermittelt, unverhofft in die Arme - und das nur wenige Meter vom Kurpark entfernt. 

Es muß als doch etwas dran sein an diesen wachsenden Kräften….



Zu jeder Stellplatz-Übernachtung gibt‘s täglich drei Stunden freien Eintritt in die Therme. Es ist das höchstgelegene Sole-Bad Europas. Das wollen wir morgen nutzen und wer weiß, wie die Kräfte wachsen werden nach dem Bad im 37°C Außenbecken mit 7% Salzgehalt….






Sonntag, 24. März 2024




Was der Kroos kann, können wir auch


Am 22. Februar schrieb der Fußball-Star Toni Kroos in den sozialen Medien:


„Leute, kurz und schmerzlos: Ich werde ab März wieder für Deutschland spielen. Warum? Weil ich vom Bundestrainer gefragt wurde, Bock drauf habe und sicher bin, dass mit der Mannschaft bei der EM viel mehr möglich ist, als die meisten glauben.“


Seit 2021 hatte sich der ehemalige Nationalspieler eine längere Pause genommen. Aber das Leben geht verschlungene Wege und gestern lief Toni beim Länderspiel gegen Frankreich wieder im Trikot der Nationalmannschaft auf und es war, als wäre es nie anders gewesen.


Und nun zu uns…..


Leute, kurz und schmerzlos: Wir werden ab März wieder für SeaBridge fahren. Warum? Weil wir vom Geschäftsführer gefragt wurden, Bock drauf haben und uns sicher sind, dass mit dem SeaBridge-Team weltweit viel mehr möglich ist als sich das irgendjemand ausmalen kann.


Seit 2021 hatten wir uns eine längere Pause genommen. Aber das Leben geht verschlungene Wege und letztes Wochenende trafen wir beim SeaBridge Kundentreffen in Bad Königshofen im passenden „Trikot“ viele Reisegefährten und Kollegen und es war, als wäre es nie anders gewesen.


Vom 12. - 14. April findet das zweite  SeaBridge-Frühjahrstreffen 2024 statt. 

Und zwar in Bad Dürrheim. 


Vielleicht sehen wir uns da…….






Nach oben