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unser mobiles Leben......  
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Samstag, 07. Dezember  2019
Wir sind gerade in Townsville

 

 

Schwitzt du noch oder klebst du schon?

 

Wir erleben eine kleine Hitzewelle an der australischen Ostküste. Die Temperaturen sind nicht das Problem aber die Luftfeuchtigkeit ist extrem hoch - wie überall in den Tropen. Unsere Klimaanlagen machen Überstunden und wir fragen uns bereits heute, wie wir den Temperaturschock nach unserer Rückkehr in die Heimat wohl aushalten sollen. Josef näherte sich vorsichtig einem Schneemann am Straßenrand, um eine erste Kältetherapie zu beginnen.

 

Wie gut, daß „Big Mango“ in Bowen auf dem Weg lag. Das kleine Städtchen ist berühmt für seine Mangoplantagen und so konnten wir am Ortseingang erst einmal die überdimensionierte Mango-Frucht bestaunen.

Australier lieben solche Riesen-Teile!

Gefrorenes Mango-Püree wuchs uns hier quasi in den Mund:

Eine wunderbare Erfrischung!

 Eine relativ kurze, verkehrsarme Etappe war heute zu bewältigen. Wir fahren weiterhin stetig nordwärts. Immer dem Äquator entgegen. Manchmal ist es fast meditatives Fahren. Wir werden eins mit der Natur.

 

 

Jeder Tag legt uns liebevoll neue Aufgaben bereit. Für unsere Tour-Teilnehmer ein angenehmer Möglichkeitshorizont. Einige Leute besuchten das Billabong-Sanctuary, in dem spektakuläre Schlangen-Vorführungen und Krokodilfütterungen angeboten werden. Hautnah dabei ist hier die Devise. 

 

Im Ziel in Townsville erwartete uns ein Campingplatz in Meeresnähe unter tropischen Bäumen mit eigenem Pool.

 

 

Auch ein Abstecher zum Castle Hill Lookout ist attraktiv. Von dort oben hat man einen großartigen Blick auf die Stadt und die Küste.

 

 

Die gute Nachricht bei dieser schwülen Hitze ist: „Wenn man ein verschwitztes T-Shirt nach der Wäsche aufhängt, ist es in fünf Minuten trocken.“ Die schlechte Nachricht:

„Wenn man es dann anzieht, ist es in fünf Minuten wieder naß.“

 

Morgen fahren wir weiter die Küste von Queensland hinauf. Die gute Nachricht: Es geht wieder ans Meer! In Mission Beach werden wir unser Nachtlager aufschlagen. Klingen sie nicht herrlich einladend, diese Orte mit „Beach“ im Namen? 

  Freitag, 06. Dezember  2019  

Ist das verrückt oder ist das verrückt? Wir finden's ziemlich verrückt aber saugut!

Man stelle sich vor: Nikolaustag 2019! Wir schreiben den 06. Dezember, den 84. Tag unserer Traumreise. Luft-Temperatur: 33°C, Wasser-Temperatur: 27°C. Himmelfarbe: irisblau. Wasserfarbe: kobaldblau, türkisblau und alle Schattierungen dazwischen. Wind: zu vernachlässigen. 

In dieser Situation, in dieser Gemengelage haben wir quasi ein Boot gechartert und drei Jungs gebucht, die etwas von ihrem Handwerk verstehen. Wir boarden, setzen uns und hoffen, daß bald die Leinen losgemacht werden, damit uns der Fahrtwind erfrischt.

Es dauert nicht lange, dann kommt der Fahrtwind mit Macht. Wir verlassen Airlie Beach und düsen mit unserem Speedboat in die Inselwelt.

Ringsherum spritzt die Gischt, der eine oder die andere werden bald schon eine erste Ladung Seewasser abbekommen. Noch wird gelacht.

Dann ist Whitehaven Beach erreicht - der zum schönsten Strand von ganz Australien gewählte Flecken paradiesische Erde. Wir müssen ausbooten! Wie jetzt? In dieses kleine Bötchen sollen wir klettern? Und dann kurz vor Erreichen des Strandes wieder raus? Es werden Techniken erklärt, wie dies trotz schaukelndem Untersatz gelingen kann. Gelingen muß! Oder? Der eine oder die andere nehmen ein unfreiwilliges Bad. Wie gut, daß es so angenehm warm ist. So wie man sich das Paradies eben vorstellt.......

Hier wird ein Grill aufgebaut, es soll Lunch geben. Doch die Steaks müssen wir uns verdienen. Erst soll der Whitehaven Lookout erklommen werden!

Von dort sieht man nämlich die ganze Inselwelt. 

74 palmengesäumte Inseln zählen zu den Whitsunday Islands.

Noch einmal stellen wir uns die Frage: Ist das verrückt? Man reibt sich die Augen, spürt die warme Luft auf der Haut und fragt sich: Wann werden wir jemals wieder so einen Sommer erleben? So einen Sommer-Sommer? Perfekter Rahmen für ein Gruppenbild! Nicht alle haben sich auf den beschwerlichen Weg nach oben gemacht. Für einige war die Verlockung zu groß. Die magische Anziehung des glasklaren Wassers unwiederstehlich. Sie haben sich direkt in die Fluten geschmissen.

Der Sand mit 99% Quarzgehalt gilt als einer der weißesten Strände der Welt. 

Da wir uns im quallengefährdeten Gebiet befinden, bekam jeder einen sogenannten Stinger Suit, damit die Stinger unsere Haut nicht mit ihren Tentakeln verbrennen können. Gesehen haben wir keine dieser Meeresbewohner - aber sicher ist sicher.

Ist das verrückt? Oder ist das verrückt? Wir tummelten uns in den warmen tropischen Gewässern am Rande des Great Barrier Reefs und vergaßen Raum und Zeit. Nur fliegen ist schöner!

„Ich heb‘ ab, nichts hält mich am Boden....“ 

Seht her, liebe Leser! Hier unsere Meerjungfrauen und dort die tapferen Ritter der Kokosnuss, die ihre Nixen gegen Haie und Quallen verteidigen würden. Ach ja, gegen Quallen helfen ja schon die Stinger Anzüge.....
 

Während wir an diesem weiß funkelnden Strand uns vom warmen Wasser des Korallenmeeres umspülen ließen und gut geschützt in der Bucht schwimmen konnten, bereitete die Crew ein leckeres Barbecue vor. Schwimmen macht bekanntlich hungrig und so freuten sich alle über das ausgiebige Picknick im Schatten.

In einer anderen Bucht dann das absolute Highlight! Wieder ein Ausguck - wieder ein Beach! Wir ankern in der Tongue Bay, werden wieder ausgebootet, haben wieder „Mann über Bord“ und wandern dann einmal quer durch die Insel zum Beach.

Weißer Sand, soweit das Auge reicht. Keine einzige Muschel, kein Krebs, kein Seetang, kein noch so kleines Steinchen. In dieser Bucht müssen die Strömungsverhältnisse so speziell sein, daß das vollkommen durchsichtige Wasser wie in einem künstlich angelegten Pool wirkt. Da stürzen wir uns natürlich nochmals in die warme See. Nie werden wir diesen Nikolaustag vergessen!
 
 
Wer hinauf zum Hill Inlet Aussichtspunkt klettert, dem öffnet sich ein surreales Bild: The swirling Sands! Diese „wirbelnden Sande“ sind sich ständig verändernde abstrakte Kunstwerke, geschaffen von den Gezeiten-Strömungen. Diese Strömungen verschieben  die schneeweißen Sandbänke unaufhörlich, so daß sie sich mit dem extrem türkisfarbenen Wasser vermengen wie Softeis aus zwei oder mehr verschiedenen Sorten.
 
 
Wir haben schon viele schöne Landschaften gesehen auf dieser abwechslungsreichen langen Reise - aber dieser Anblick ist mit NICHTS zu vergleichen.
 
 
Randvoll mit Eindrücken, Emotionen und Glücksgefühlen lassen wir uns zurückbringen zu unserem Schnellboot, das auf dem Rückweg gegen ablandige Winde ankämpfen muß. Kein Problem für den starken Motor! Diesen Tag kann uns keiner mehr nehmen!

  Donnerstag, 05. Dezember  2019  

Nichts ist so beständig wie die ständigen Veränderungen

......zumindest auf solch einer Langzeit-Reise, auf der wir nun schon 15.000 Kilometer auf dem australischen Kontinent gefahren sind. Frisch gestärkt nach einem ganzen Tag ohne festes Programm erreichten wir heute die nächste Bucht - Airlie Beach!

Wir genießen die Tropen! Alles grünt und blüht und wächst üppig. Zwar sehen wir auch die Spuren der großen Dürre, mit der das Land zu kämpfen hat. Aber wir halten uns dicht am Küstensaum und fahren an prächtig blühenden Büschen und Mangobäumen vorbei. Sie hängen jetzt dick voll von süßen reifen Früchten. Das ist Mango-Country! Sie bleiben am Baum, bis sie reif sind. Schließlich haben sie keine weiten Wege bis zum Verbraucher.

 

Alle Indizien sprechen für Sommer: Hitze, Blüten, Früchte - bloß die Weihnachts-Deko paßt nicht so recht ins Bild.

 

Und dann haben wir ihn erreicht, den nächsten schönen Campingplatz. Hier beherrscht eine andere Baumart das Bild: Palmen in verschiedenen Varianten! Der ultimative Urlaubsbaum! Wer denkt nicht an Sandstrand und Hängematte, wenn er eine Palme sieht?

Und genau diesen Traum wollen wir morgen verwirklichen.

Die 74 Inseln der Whitsunday Islands liegen zwischen unserem Campingplatz bei Airlie Beach an der Nordostküste von Queensland und dem Great Barrier Reef.

Früh am Morgen springen wir aufs Schiff und werden uns auf einem Tagesausflug von dieser paradiesischen Inselwelt verzaubern lassen.

  Mittwoch, 04. Dezember  2019  

Chillt mal, Reisende! Seid unkompliziert! Genießt Euer Leben, Euer Jetzt!

Hier am Cape Hillsborough erleben wir wieder einmal ein kleines Paradies. Man muß einfach einen freien Tag einschieben und entschleunigen. Wobei „freier Tag“ nicht gleichzusetzen ist mit „ausschlafen“. 

Um kurz nach 4 Uhr in tiefer Dunkelheit begann es in den Wohnmobilen zu rascheln und zu tönen. Hier und da war eine Wasserpumpe zu hören. Dann huschten schwarze Schatten mit Taschenlampen bewaffnet in Richtung Strand. Wie in den Tropen so üblich, erschien das erste Tageslicht schlagartig und dann hatten sich auch die Augen an die Lichtverhältnisse gewöhnt. Am Wellensaum hopsten einige Kängurus und Wallabies auf der Suche nach von der Flut angespülten Mangrovensamen.

Sie decken damit ihren Salzbedarf. Ein Ranger hilft sogar mit etwas Futter nach. Wo sonst, sieht man diese für Australiens Identität so typischen Tiere am Ufer des Ozeans? Hedi versucht ein Selfie aber das putzige Tier schaut einfach weg.

Bilder, die wir nie mehr aus dem Kopf bekommen werden!

Auch die Jungtiere können nach ein paar Wochen bereits vom Beutel aus diese Spezialkost zu sich nehmen. Den ganzen Tag über begleiten uns die Kängurus auf dem Campingplatz und sogar im Regenwald auf unseren Wanderungen.

 

Peter und Doro brechen direkt nach diesem Sonnenaufgangs-Schauspiel auf, um zu den Lookouts zu gelangen, die viel Schweiß als Preis fordern. Der Weg ist steinig und steil und führt über knorrige Wurzeln.

 

Doch die Mühe lohnt sich!

Am Turtle Lookout zeigen sich tatsächlich einige Meeresschildkröten. Also hat sich die Mühe doppelt gelohnt!

Wer früh losmarschiert, kommt auch früh zurück zu unserem traumhaft schönen Campingplatz. Wer früh zurück kommt, kann sich früh in den Pool stürzen. Wir fühlen uns wie die Flußpferde in Afrika, die die heißen Stunden des Tages auch in seichtem Wasser verbringen. Es ist sehr kommunikativ, denn wir haben uns viel zu erzählen und genießen den unkomplizierten, entspannten Tag.

Zwischendurch entbrennt ein kleiner Wettkampf. Wer kann schneller rutschen? Es entwickeln sich Diskussionen um die besten Techniken. Haltungsnoten werden vergeben......so ist das, wenn eine zufällig zusammen gewürfelte Reisegruppe auch nach 82 Tagen noch perfekt harmoniert.

  Dienstag, 03. Dezember  2019  
 
 
Wieder ein Traumziel erreicht
 
Heute fassen wir uns kurz!

Erstens war uns eine netzfreie Zone für den  Campingplatz im Cape Hillsborough Nationalpark angekündigt worden.

Wir hatten also damit gerechnet, sowieso gar keinen Internet-Empfang zu bekommen.

Zweitens ist nichts Erwähnenswertes passiert auf den 390 Kilometern, die wir den Bruce Highway nach Norden rollten.

Drittens ist morgen früh um 4:15 Uhr die Nacht zu Ende, wenn der Wecker klingelt, damit wir pünktlich vor Sonnenaufgang am Strand sind, um die Kängurus zu treffen, die hier bei Dunkelheit zum Fressen kommen.

Andy freundete sich schon mit einem ausgewachsenen Exemplar an, daß es sich neben dem Pool gemütlich gemacht hatte.

Wir stehen auf einem paradiesischen Campingplatz am Meer und haben den Abend wieder einmal in feucht-fröhlicher Runde verbracht. Bis auf unser Date mit den Kängurus, ist uns für morgen ein freier Tag vergönnt, den wir mit Wandern und Schwimmen verbringen wollen. Genuß pur!

  Montag, 02. Dezember  2019  

 

 

Wunder der Natur hautnah!

 

Auf einer Tour mit vielen Highlights haben wir gestern noch eins drauf gesetzt. Wir hatten das unfaßbare Glück, am Pazifik-Strand eine Meeresschildkröte bei der Eiablage beobachten zu können. Im Mon Repos Turtle Centre patrouillieren Ranger den Strand und nehmen kleine Gruppen mit zur Beobachtung der geschützten Meerestiere, wenn sie nach vielen Jahren an die Stelle ihrer eigenen Geburt zurückkommen.

 

   

 

Zunächst einmal war Geduld gefragt, denn die „werdenden Mütter“ kommen nur bei absoluter Dunkelheit aus dem Wasser und graben eine Geburtshöhle in sicherer Entfernung vom Flutsaum. Im Info-Center vertrieben wir uns die Zeit mit tollen Unterwasseraufnahmen der Riesenschildkröten.

Meeresschildkröten stehen auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten. Ob unsere Enkel sie noch einmal so sehen werden wie wir gestern, ist fraglich. Bei unserem „Turtel-Encounter“ - wie die Australier dieses Date mit der Unechten Karettschildkröte nennen - erlebten wir hautnah das Wunder der Fortpflanzung, in der Hoffnung, daß in ein paar Wochen genug Schildkrötenbabys schlüpfen werden, um den Erhalt der Art zu sichern.

 

 

Bei absoluter Dunkelheit waren wir im Rahmen einer gebuchten Tour an den Strand geschlichen und hatten WAS gesehen? NICHTS! Dann stolperten wir über eine Schleifspur, die eine fast einen Meter lange Loggerhead Turtle bei ihrem Weg vom Meer den Strand hinauf gezogen hatte. Eine Rangerin schlich sich in der Finsternis nah heran und legte vorsichtig ihre Taschenlampe in das frisch gegrabene Nest. Es dauerte nicht lange, dann begann das riesige Tier mit der Eiablage.

 

 

 

Sie war wie in Trance mit dieser schwierigen Aufgabe beschäftigt. Kopf und Panzer voller Sand vom Ausheben des Nestes. Nach der „Geburt“ schaufelte die erschöpfte Schildkröte mit ihren Vorderbeinen bzw. Flossen das Gelege so zu, daß niemand vermuten würde, welch kostbares Geheimnis unter dem Sand ruht. Dann machte sie sich mit letzter Kraft auf den beschwerlichen Weg zurück ins Meer, wobei wir sie vorsichtig begleiteten.

 

 

Zwischen 45 und 70 Tage dauert es, bis die Babys schlüpfen. Darauf können wir leider nicht warten. Aber auch so sind wir beglückt und ein wenig verzaubert, daß wir dieses Wunder der Natur so authentisch miterleben durften.

 

Nach dieser mystischen Dunkel-Aktion fielen wir in tiefen Schlaf und mußten heute im Laufe des Tages noch oft an das Geschehen zurück denken. Gleichzeitig begaben wir uns auf die nächste Etappe - weitere 300 Kilometer gen Norden - in die Tropen! Wir überquerten den Wendekreis des Steinbocks, den Tropic of Capricorn, und wurden in Rockhampton mit 41 °C empfangen. WOW!

 

 

Bei der abendlichen Besprechung freuten wir uns über ein leichtes Lüftchen vom Fitzroy River ebenso wie über die kalten Getränke, die Peter und Doro einfach mal so spendierten.

Solch eine Bereicherung des Meetings führt zwangsläufig zu ausgedehnten Gesprächsrunden und langen Verweilzeiten.

Die Nacht ist viel zu schade zum schlafen!

 

 Wir sind eine Gruppe Menschen mit den verschiedensten Sternzeichen und unterschiedlichsten Geburtsjahren und doch noch immer fröhlich vereint am Tag 80 dieser Mega-Langzeit-Reise.

 

 

Auch der Herr Reiseleiter hält seine Briefings locker flockig und voller Esprit ab. Wir alle schätzen und respektieren uns und profitieren voneinander. Es ist wie mit der berühmten Erkenntnis von Platon: „Wenn zwei Knaben jeder einen Apfel haben und sie diese Äpfel tauschen, hat am Ende auch nur jeder einen. Wenn aber zwei Menschen je einen Gedanken haben und diese tauschen, hat am Ende jeder zwei neue Gedanken.“

 

  Sonntag, 1. Dezember  2019     

Flipper, Mary, Nuss und Rum

Wieder sind wir ein Stückchen die Küste nach Norden hinauf gerutscht. Unser Ziel hieß Bunderberg - die Rumhauptstadt Australiens. Im Vertrauen: Es gibt dort auch noch andere Spezialitäten, wie Ginger Beer und Meeresschildkröten - aber dazu später!
 
Am frühen Morgen bot sich ein Abstecher an nach Tin Can Bay zur Delphin-Fütterung. Wir verließen nur ungern den Sandy Beach Nationalpark, der uns gestern diesen fantastischen Ausflug nach Fraser Island beschert hatte.
 
 
In die kleine Bucht bei Rainbow Beach hatte sich vor vielen Jahren einmal ein verletzter Buckeldelphin verirrt. Die Menschen von der Küste halfen ihm, wieder gesund zu werden und er bedankte sich damit, daß er immer und immer wieder kam und sogar noch einige seiner Gefährten mitbrachte. Seither kommen jeden Morgen gegen acht Uhr wilde Delphine, um sich eine Ration Fisch abzuholen.
 
 
Im Laufe der Zeit wurden Junge geboren, die diese Tradition fortsetzen sehr zur Freude der Zuschauer, die dieses Schauspiel mit strahlenden Augen verfolgen. Ein bewegender Start in diesen unvergeßlichen Tag!
 
 
Dann mußten aber doch noch einige Kilometer gefahren werden, um zum nächsten Übernachtungsplatz zu gelangen. Das Städtchen Maryborough wurde um 1840 gegründet und gilt damit in Australien als relativ alte
Stadt. Die schönen viktorianischen Häuser sind gut erhalten und laden zu einem Spaziergang entlang der
Baudenkmäler ein.
 
 

Die berühmteste Tochter der am Mary-River gelegenen Stadt ist Pamela Travers.

Die Kinderbuchautorin schrieb 1934 die Geschichte über Mary Poppins, das magische Kindermädchen.

Unsere magische Barbara sprang mal eben als Statistin ein. Die echte Mary schien gerade anderswo ihren Dienst zu verrichten.

In Maryborough wird die phantasievolle Schriftstellerin mehrfach geehrt. Unter anderem mit einer Bronzestatue ihrer Romanheldin, die vor ihrem Geburtsthaus aufgestellt wurde. (Angelika könnte fast Marys Schwester sein, oder?) Auch die Fußgängerampeln erinnern mit viel Witz an Mary Poppins.

   

Weiter ging‘s durch riesige Macadamia-Plantagen. Diese Nußbäume wuchsen ursprünglich nur in einem etwa 500 Kilometer langen Küstengürtel an Australiens subtropischer Ostküste. Inzwischen wurden einige Bäume exportiert und gedeihen nun in wenigen anderen Teilen der Erde. Hedi sicherte sich ein paar Anschauungsobjekte!

 
   

Auf dem Weg nach Bundaberg kamen wir auch durch Zuckerrohrplantagen, aus denen die Melasse zur Rumherstellung gewonnen wird. 

Alles ist extrem trocken in diesem australischen Sommer. 

Ja, Sommer! Heute, am 1. Dezember, ist hier offiziell Sommeranfang. Für uns fühlt es sich schon länger so an. Die Zuckerrohrfelder werden bewässert. Alles, was keinen Wasserschlauch in der Nähe hat, zerfällt fast zu Staub. 

Unsere Fahrzeuge wurden auf dem Parkplatz der Rum-Destillerie gesichtet.

Wer die vielen verschiedenen Sorten bei einer Führung mit Verkostung probiert hat, ist nicht überliefert. Fest steht nur, daß Jürgen und Barbara die Limonadenfabrik gleich nebenan besichtigt haben - denn das war gefahrlos mit dem Straßenverkehr vereinbar. Schließlich wartet heute noch ein ganz besonderer Programmpunkt auf uns. Vom Campingplatz aus müssen die Fahrzeuge am Abend noch einmal bewegt werden. Wir wollen in einem speziellen Forschungszentrum die riesigen Karettschildkröten bei der Eiablage beobachten.

An diesem ganz besonderen Strand kommen die großen Meeresschildkröten bei Dunkelheit an Land, graben ein Nest und verstecken ihre Eier, bevor sie für immer im Ozean verschwinden. Dieses Schauspiel wollen wir uns von den Rangern zeigen und erklären lassen.

 

 

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