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Samstag, 08. Dezember  2018
Wir sind gerade in der Luft auf dem Weg nach Hause

 

Der Himmel weint, weil wir Abschied nehmen

 

In der Nacht hatte Dauerregen eingesetzt. Zwar tropisch warm aber ziemlich nass. Bereits um 7 Uhr morgens setzten sich nach und nach die Wohnmobil-Mannschaften in Bewegung, um zur Vermietstation zu fahren. Wir Reiseleiter hatten schon Tage vorher alle Hindernisse aus dem Weg geräumt und die Abgabe so vorbereitet, daß es an diesem grauen, verregneten Samstag-Morgen in Cairns tatsächlich rasend schnell ging.

 

Einige Teilnehmer hatten unterwegs immer mal kleinere Reparaturarbeiten an den Fahrzeugen vornehmen lassen müssen. Bei so vielen gefahrenen Kilometern ist das kein Wunder. Kleine Blechschäden hatte der eine oder andere verursacht. Auch das ist nicht ungewöhnlich. So füllten wir im Vorwege Unfallberichte aus und kämpften um Kompensationszahlungen für diejenigen, die wertvolle Urlaubszeit in der Werkstatt verbringen mußten. Das alles wurde von der Vermietfirma großzügig abgewickelt und so war die Abgabe heute eine Sache von Minuten.

 

Als alle pünktlich am Flughafen waren, fiel uns ein Stein vom Herzen. Mission erfüllt! Nun machten wir uns auf den langen Rückweg in die Heimat. Die Umsteigezeit in Singapur nutzten einige für eine Stadtrundfahrt bei Nacht. Singapur Airlines bietet das regelmäßig an, um den Reisenden die Wartezeit auf den Anschlußflug zu versüßen.

 

Das Tüpfelchen auf dem I. Der glanzvolle Abschluß einer Traum-Reise. Schön war‘s!

 

 

Wer diese spannende Reise einmal um den Kontinent Australien selbst live und in Farbe erleben möchte, der hat im nächsten Jahr noch einmal Gelegenheit dazu. Wir werden das grandiose Spektakel wiederholen und starten Mitte

September nochmals durch. Näheres dazu bei 

 

  Wir Berichterstatter ziehen uns jetzt in den Winterschlaf zurück. Neue Kräfte sammeln für neue Abenteuer!

Wir werden uns sporadisch melden, bis es ab 12. Januar 2019 wieder einen Tagesbericht aus Afrika geben wird.

In diesem Sinne allen virtuell Mitreisenden eine ruhige Adventszeit und schöne Weihnachten.

 

Eure Kathrin & Hans-Hermann


Freitag, 07. Dezember  2018

Im Ziel

 

Jede Reise hat Anfang und Ende, Start und Ziel. Nach 93 Tagen sind unsere Downunder-Fahrer nun tatsächlich am Koffer packen. Einige fahren gern nach Hause, freuen sich auf Weihnachten im Kreise der Familie. Andere würden gern noch länger bleiben auf dem Roten Kontinent. Wieder andere träumen nicht nur davon, sondern haben ein paar Wochen Verlängerung gebucht auf Tasmanien. 

 

Wer heute schnell seine Fächer ausgeräumt und die Koffer ruckzuck gepackt hatte, dem blieb Zeit für einen erfrischenden Sprung in den hübsch angelegten Pool des Campingplatzes. Er wird im Winter beheizt und im Sommer gekühlt. Das gibt's wohl auch nur in Australien.

 

Am Abend traf sich die ganze Gruppe zum Abschiedsessen an der Waterfront in Cairns.

Hier ließen wir die gesamte Reise nochmals Revue passieren und staunten nicht schlecht, was wir doch alles erlebt und gesehen hatten.

Ein orientalisches Sprichwort sagt:

„Das Beste, was man von Reisen mit nach Hause bringt, ist die heile Haut.“ 

 

 

Ja, heil sind wir im Ziel gelandet. Bis in die Haarwurzeln voller Eindrücke und Erinnerungen, die nun langsam sacken müssen. Nach so langer Zeit verabschiedet man sich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Aber nach der Reise ist vor der Reise. Wer weiß, wo uns das Schicksal wieder einmal zusammen führen wird. 

Donnerstag, 06. Dezember  2018

 

Great Barrier Reef zum Anfassen

 

Manche Leute stellen ihre Stiefel am Nikolaustag vor die Tür, in der Hoffnung später ein kleines Geschenk darin zu finden. Die Downunder-Teilnehmer brauchten das gar nicht. Das Geschenk kam von allein. SeaBridge hatte für das Ende dieser sensationellen Reise ein besonderes Nikolaus-Bonbon gebucht. Niemand hatte damit gerechnet, umso freudiger starteten alle in den Tag. 

 

Und dieser Tag hatte es wieder einmal in sich: Schnorcheln, tauchen, sonnenbaden, Seeluft, Vollverpflegung und eine Farbpalette von ozeanblau über türkis bis karibikblau mit ein paar eingestreuten gelb-schwarzen Tupfen. Die wenigen grauen Wolken am Vormittag sollen unerwähnt bleiben. Sie paßten nicht ins Farb-Schema! 

 

Kaum auf See, wurde außer einem Frühstück auch eine komplette Schnorchel-Ausrüstung gereicht. Wolfgang testet die richtige Atemtechnik erst einmal im Trockengang.

 

 

Wegen der Quallengefahr aber auch um vor Sonnenbrand geschützt zu sein, quetschten sich die Schnorchelfreunde in Ganzkörperanzüge und schon sahen alle fast aus wie bei Raumschiff Enterprise oder aus einem James-Bond-Film entsprungen. Eine Mordsgaudi!

 

 

Mit den Flossen wurde das Laufen zwar beschwerlich aber sobald man von der Plattform ins Meer

gesprungen war, fing der Spaß so richtig an.

 

 

 

Die Tour-Teilnehmer waren fast nicht mehr individuell zu erkennen. Alle hatten sich in Froschmänner verwandelt und machten sich wie die Lemminge auf den Weg zum Absprung in den Pazifik.

 

 

Alle? Nicht ganz! Einige mußten schließlich die Fotos machen und zuwinken und aufpassen, daß keiner abtrieb oder einen Arm hilfesuchend nach oben streckte.

 

 

Im glasklaren Wasser über den Korallen paddelten bald die Schnorchler fröhlich vor sich hin und konnten fantastische Eindrücke von all den bunten Fischschwärmen im Kopf mit nach oben bringen.

 

 

Nach dem Tauchgang gab‘s ein tolles Lunchbuffet und dann war Entspannung angesagt. Die Wettervorhersagen auf allen Kanälen hatte seit Tagen für heute Gewitter, viele Wolken und viel Regen angesagt. Das war eine Ente gewesen! Bei über 30° (Wassertemperatur 29°) war das Karibik-Feeling perfekt.

 

 

Wir waren uns zum Abschluß der großen Australien-Rundreise alle einig:

„Was für ein geiler Tag!!!“. Tolle Idee, den Nikolaustag am Great Barrier Reef zu verbringen!

 

Mittwoch, 05. Dezember  2018

 

Von „R“ wie Regenwald bis „R“ wie Riff

 

Nach dem nächtlichen heftigen Gewitter starteten die meisten früh in den Tag, um zurück zum Festland zu gelangen. Das Cape Tribulation ist zwar keine Insel, da der Zugang aber nur per Fähre über den breiten Daintree River zu erreichen ist, spricht man von der anderen Seite als dem „Mainland“, also dem Festland.

 

Heute gibt‘s an dieser Stelle hauptsächlich was für die Augen. Man könnte sicherlich noch ein paar geschichtsträchtige Ereignisse von Captain Cook erwähnen aber die Landschaft ist so schön, wir wollen sie nicht hinter Text verstecken. 

 

Das wird nun der letzte Regenwald gewesen sein, durch den wir fahren. Die letzte Etappe liegt quasi hinter uns. Noch 11 Kilometer bis zur Vermietstation und dann war‘s das.

 

 

Die Fähre beim ersten Morgenlicht holt uns ans andere Flußufer zurück.

 

 

Ist die Ostküste nicht schön? Wir nehmen langsam Abschied.

 

 

Kaum zu glauben, daß wir hier in Australien umgeben von Palmen und anderen tropischen Gewächsen bei 

gut 30 Grad C die erste Adventswoche verbringen.

 

 

Einige Mutige aus der Gruppe wollten sich die Welt im Allgemeinen und die Ostküste mitsamt Great Barrier Reef im Besonderen einmal aus der Vogelperspektive betrachten. Auch hier toll zu sehen: Regenwald trifft Riff!

 

 

Der Heli hob sich immer weiter in die Lüfte und schnell war das Riff in voller Ausdehnung von oben gut zu sehen. Es ist hier bei Cairns mit nur 30 Km am dichtesten dran an der Ostküste.

 

 

Etwa 1000 Inseln sind wie kleine grüne Punkte eingestreut in das Karibikblau des Korallenmeeres.

 

 

Morgen werden wir einen Tagesausflug mit einem Katamaran unternehmen. Schließlich ist das Great Barrier Reef eine Ikone Australiens. Da wollen wir doch gern ganz nah ran!

 

 

Unsere Flieger kamen jedenfalls voll begeistert zurück und hatten ein unvergeßliches Erlebnis.

Das Great Barrier Reef ist sogar vom Weltall aus mit bloßem Auge zu sehen. So hoch mußten sie gar nicht steigen. Auch aus der Flughöhe des Hubschraubers waren die riesigen Ausmaße dieses gefährdeten Riffs gut zu erkennen und die im Wasser schwebenden Mantras auch.

 

Dienstag, 04. Dezember  2018

 

Tief drin und hoch über dem Regenwald

 

Eine Zugfahrt mit der historischen Schmalspurbahn von 1891 ist ein "Must-Do" für alle Reisenden in Queensland. Zumindest für alle Eisenbahn-Fans. So stand diese Aktion selbstverständlich auch auf dem Programm bei vielen Mitgliedern der Seabridge-Gruppe. Dabei ging es nicht darum, von A nach B zu gelangen, sondern um das Erlebnis, mit der Eisenbahn durch den Dschungel zu rollen. Daher fuhr man mit den Reisemobilen zum Freshwater-Bahnhof im Tal. Mit der Bahn zurück auf 400 m Höhe in die Regenwald-Stadt Kuranda und dann mit einem ganz anderen - fast noch spektakuläreren -Transportmittel wieder hinunter.

 

 

Jeder der hiatorischen Waggons ist aus Silbereichenholz gefertigt und wenn man in einem der hinteren Wagen sitzt, hat man teilweise spektakuläre Sicht auf den gesamten Zug. Sofern man im richtigen Moment aus dem

Fenster schaut.

 

 

Die gesamte Strecke ist 37 Kilometer lang und verläuft durch 15 von Hand gebohrte Tunnel, um 98 Kurven und über 55 Brücken. Die spektakulärste ist die auf drei Gerüstpfeilern ruhende Brücke

über den Stoney-Creek-Wasserfall.

 

 

Kurz vor Erreichen des Ziels hat der Zug 10 Minuten Aufenthalt an der Barron-Falls-Station, damit alle Passagiere die Aussicht auf den Wasserfall genießen können. Bevor es diese Bahnstrecke gab, wurde das Goldgräber-Städtchen Kuranda lediglich mit einer Seilrutsche versorgt, die die Schlucht überquerte.

 

 

Dann aber läuft der Zug ein in Kuranda, der Stadt im Regenwald, die wir zuvor schon zu Fuß erkundet hatten. Allein schon der tropisch eingewachsene Bahnhof ist sehenswert.

 

 

 

Die Rückfahrt gestaltete sich noch außergewöhnlicher als die Hinfahrt. Wir benutzten "bergab" die Skyrail-Gondelbahn. Diese 7,5 Kilometer lange Seilbahn startet in Kuranda auf 336 Metern Höhe, erreicht auf der Zwischenstation ganze 545 Meter und arbeitet sich dann bis quasi auf Meeresniveau hinunter, wenn sie auf fünf Metern Höhe an der Talstation in Smithfield ankommt.

 

 

Dabei schweben die Gondeln nur knapp über den Baumwipfeln des schier endlosen Regenwaldes. Eine wirklich beeindruckende Möglichkeit, den dichten Regenwald von oben zu betrachten.

 

 

An zwei Stationen gab es zwischendurch Ausstiegsmöglichkeiten, um genau diesen Regenwald auf Bohlenwegen näher zu erkunden. Wir staunten nicht schlecht, zu welch üppigem Bewuchs das tropische Klima führt.

 

 

Kurz vor der Ankunft an der Talstation konnte man bereits die Küste von Ferne sehen. Das erinnerte uns daran, daß wir am heutigen Tage noch ein ganz anderes, besonderes Ziel vor uns hatten.

Die Nordspitze der Ostküste! Zumindest den Teil, den man noch mit herkömmlichen Fahrzeugen erreichen kann. Das Cape Tribulation wollten wir zum Abschluß dieser grandiosen Reise als I-Tüpfelchen noch in unsere Trophäensammlung aufnehmen. Dazu befuhren wir den Captin Cook Highway entlang des Pazifiks.

Das berühmte "Kap der Trübsal" erhielt seinen traurigen Namen, weil James Cook 1770 mit seinem Schiff hier auf Grund lief. Erst nach einmonatigen Reparaturarbeiten konnte der berühmte Entdecker seine Fahrt fortsetzen. Wie viele seiner Männer in der Zwischenzeit von Krokodilen verspeist wurden, ist nicht überliefert. Jedenfalls ist das Kap eine geographische Besonderheit. Hier stoßen zwei UNESCO-Weltnaturerbe aufeinander: Der Daintree-Regenwald und das Great Barrier Reef. „Where the rainforest meets the reef!“

Nachdem wir mit einer Fähre den breiten Daintree River überquert hatten, wies uns ein Schild unmißverständlich darauf hin, was uns erwartet: 

Eine schmale, kurvige Sight-Seeing-Straße, die uns ein einmaliges Erlebnis bescheren soll.

Und genau das bekamen wir dann auch. Regenwald vom Feinsten!

Manchmal fühlte man sich wie in einem Blätter-Tunnel aus Ästen und Zweigen.

Als wir auf dieser Fahrt durch den Dschungel am letzten Punkt der Zivilisation angekommen waren, erwartete uns nicht viel mehr als ein paar Krokodile und ein endloser fast menschenleerer Strand.

Stimmt nicht ganz! Ein Stückchen weiter landeinwärts wurden wir auf einem Campingplatz mitten im Nirgendwo erwartet, wo wir eine tiefschwarze Nacht mit teilweise heftigem Gewitter verbrachten. 

Immerhin, wir waren tatsächlich „ganz oben“ auf der Landkarte.

Montag, 03. Dezember  2018

 

Durch die Atherton Tablelands zum berühmtesten Dorf im australischen Regenwald

 

Wenn wir abends die Tage Revue passieren lassen, dann fragen wir uns manchmal, wieviel Erlebnis paßt in 24 Stunden abzüglich der Zeit, die wir im Schlaf verbringen. Dieser Montag nach dem Ersten Advent begann gleich mit einem kleinen Adrenalin-Kick. Kaum gestartet, lief ein Kasuar vor uns über die Straße. Die Schilder mit diesen urzeitlich anmutenden Laufvögeln haben also doch ihre Berechtigung.

 

 

Von Meereshöhe verlief die Strecke sanft aber sicher bis hinauf auf 700 Meter in die Atherton Tablelands. Die Landschaft hatte sich inzwischen komplett gewandelt. Aus Regenwald wurde fruchtbares Farmland. Von diesem Hochplateau wird fast der ganze Kontinent mit Milch versorgt. Eine entspannte Fahrt durch hügelige Weiden machte allen Freude. Man fühlte sich eher ans Allgäu erinnert als an das Bild, das man sich von Australien im Allgemeinen macht.

 

 

Ein Abstecher zu den Millaa Millaa Falls, die schon seit Anfang des letzten Jahrhunderts von den Menschen zum Baden und Picknicken genutzt werden, versprach Abkühlung.

 

 

 

Dann machten wir auch noch einer gigantischen Würgefeige unsere Aufwartung. In der Nähe des Städtchens Yungaburra, was in der Sprache der Aborigines so viel wie "Feigenbaum" bedeutet, führt ein kleiner Bohlenweg in den Regenwald und ganz plötzlich steht man vor dieser sicherlich viele hundert Jahre alten Würgefeige, im Englischen "Curtain Fig Tree", also Vorhang-Feigenbaum, genannt. Auch hier im tiefen Schatten dieses Giganten des Waldes war das Klima angenehm frisch und kühl.

 

 

Ein Samenkorn der Feige war einst auf einem Wirtsbaum gelandet und dort gekeimt. Die ersten Luftwurzeln bildeten sich und strangulierten bald den Baum, bis dieser abstarb, umkippte und auf einem Nachbarbaum zum Liegen kam. Die Feige produzierte fortwährend Luftwurzeln und diese hängen nun von dem gekippten ehemaligen Wirts-Baum herab wie ein Vorhang. Mit großer Ehrfurcht standen wir vor diesem von den Ureinwohnern verehrten Baumriesen.

 

 

Gleich um die Ecke befand sich die Einfahrt nach Yungaburra. Dieses malerische Städtchen mit einem Gründungsdatum im vorletzten Jahrhundert lädt geradezu ein zu einem Zwischenstopp.

Hier findet sich die größte Ansammlung von denkmalgeschützten Häusern, die mit ihren weiten Verandas noch original aus der Pionierzeit stammen.

 

 

Als wir schon fast im "Anflug" auf den heutigen Übernachtungsplatz waren, fielen unglaublich viele Termiten-Hügel entlang der Straße auf. Kilometerweit fanden sich diese Kunstwerke der Natur auf beiden Seiten unseres Weges. Auch eine interessante Form von Architektur......

 

 

Bald war Kuranda erreicht. Besonders beeindruckend sind Klima und Vegetation in diesem touristischen Juwel mitten im Regenwald. Überall im Straßenbild sieht man gigantische Bäume mit riesigen Luftwurzeln.

 

 

 

Natürlich gab es auch ausreichend Möglichkeit, zu shoppen. Von Krokodilleder-Hüten bis hin zu Känguru-Fellen und wunderschönem Opal-Schmuck gab es alles, was das Herz begehrt. Wer bis jetzt noch kein Mitbringsel gefunden hatte, der bekam hier eine gute Chance.

 

 

Wir entdeckten auch ein kleines Restaurant, das deutsche Bratwurst mit Sauerkraut und deutsches Bier serviert. Wenn man bedenkt, daß wir uns so ziemlich im Nirgendwo, das heißt mitten im Dschungel befanden, ist es schon eine logistische Meisterleistung, Bitburger Bier und Nürnberger Bratwürstchen auf den Tisch zu zaubern. Der deutsche Chef hinterm Tresen hatte sich schon vor 20 Jahren hier niedergelassen. Verrückt, was es so für Lebensläufe gibt!

 Nach dieser willkommenen Stärkung besuchten wir einen Schmetterlingspark, in dessen Freigehege unzählige tropische Falter herumflatterten.

 

 

Wunderschöne große bunte Exemplare ließen sich vor uns auf den Blättern - teilweise auch auf uns - nieder. 

Das ultimative Regenwald-Feeling!

 

   

 

Hatten wir es nicht anfangs erwähnt? Wir fragen uns wirklich, wie so viel interessantes Leben und Erleben in einen einzigen Tag paßt! 

Sonntag, 02. Dezember  2018

 

Auf dem Weg ins Land der Kasuare

 

Wir befinden uns tief drin in den Tropen. Das spürt man an der konstanten Wärme, die uns mit 30 Grad umgibt - das erkennt man aber auch an der Vegetation, die man nun schon seit einigen Tagen zum Gebiet des tropischen Regenwaldes zählen kann. Alles wächst üppig und im Straßenbild wechseln sich Palmen und riesige Zuckerrohrfelder mit ebenso großen Bananen-Plantagen ab.

 

 

 

Wie so oft verlaufen auch heute die Straßen schnurgerade entweder durch Wald oder - wie im Städtchen Cardwell - direkt am Pazifik entlang. Leider kommen wir auch durch Gegenden, in denen kurz zuvor noch Buschfeuer gewütet hatten. Wir sind dankbar, daß wir erst heute - als alles bereits gelöscht ist - diese Etappe fahren.

 

 

 

Als wir abbiegen in Richtung des Küstenortes Mission Beach, verläuft die Straße immer noch gerade. Sie ist aber flankiert von Verkehrsschildern, wie wir sie noch nie gesehen haben. Es wird in kurzen Abständen davor gewarnt, daß "Cassowary" kreuzen.

 

 

Auch wenn man sich einbildet, einen guten englischen Wortschatz sein Eigen zu nennen, so ist dies dann doch ein Wort, das im Lexikon nachgeschlagen werden muß. Allerdings bringt uns die reine Übersetzung nicht viel weiter.

Tante Wiki hat schließlich die Auflösung: "Die Kasuare (Casuarius) sind eine Gattung großer flugunfähiger Vögel aus der Gruppe der LaufvögelIn Australien ist der Helmkasuar streng geschützt."

 

So sehr wir uns auch die Augen ausgucken, alles, was wir zu sehen bekommen, sind unzählige Warntafeln und eine überdimensionale Cassowary-Statue. Doch dann haben wir Glück. Ein besonders schönes Exemplar stolziert mitten durch unseren Campinplatz. Reisen bildet . . . sowohl in Geographie als auch in Biologie!

 

Unser Campingplatz ist ein kleines tropisches Paradies. 

 

 

Direkt am Pazifik gelegen, der momentan so warm ist wie der Indische Ozean. Beim Aussteigen aus dem Wohnmobil machte Hans-Hermann eine Bemerkung, die könnte glatt als Spruch des Tages durchgehen.

 

Als Hintergrund muß man wissen, daß im Reiseleiter-Fahrzeug mitunter leichte Disharmonien entstehen durch den unterschiedlichen Einsatz der modernen Kältetechnologie, sprich der Klimaanlage. Immer wenn der männliche Teil gerade konzentriert in die andere Richtung schaut, drückt der weibliche Teil der Besatzung den kleinen "Aircon-Schalter". Immer, wenn der männliche Teil denkt, es fällt nicht auf, schaltet er diese Errungenschaft der westlichen Zivilisationsgesellschaften wieder aus. Beim Öffnen der Wohnmobiltür schlug dem Wärme-Liebhaber nun am Palmenstrand die volle tropische Hitzewelle entgegen, was ihn zu der Aussage veranlaßte:

"So muß es dem Obst und Gemüse gehen, wenn Du es aus dem Kühlschrank holst."

 

 

Und genau dieser Palmenstrand lud alle Tour-Teilnehmer zum Baden ein. Ein engmaschiges Quallennetz 

bot eine stingerfreie Sicherheitszone. Für Notfälle steht an jedem Strand eine Flasche Essig bereit 

als Erste-Hilfe-Maßnahme.

 

 

 

Oder aber man entscheidet sich gleich für den schönen Pool. Quallenfreies Wasser und herrliche Abkühlung. Während in der Heimat der erste Advent gefeiert wird, erleben wir in Australien tropischen Sommer!

 

 

Der Campingplatzchef kommt sogar persönlich vorbei und verteilt frische Kokosnüsse. Von Weihnachten sind wir alle gedanklich ganz weit entfernt! Und doch rückt das Ende dieser Traumtour langsam näher. Aber eben nur langsam. Einige tolle Programmpunkte stehen noch auf der To-Do-Liste!

 

 


 

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