. . . . aktuell online 20 - heute bisher 787 - gestern 1686 - seit April 2009 zu Besuch 3017415 . . . . .

unser mobiles Leben......  
  ......stets aktuell
 
Montag, 27. Januar  2020
Wir sind gerade in Francistown / Botswana 

Tag 10: Polokwane (Südafrika) - Francistown (Botswana) 489 Km. 

Wetter: Sonnig, heiß, 35 °C mit Gewitter und Regen am Abend

Grüße aus Botswana

Auf unserer großen Afrika-Rundreise müssen fünf Grenzen bewältigt werden. Abgesehen von Ein- und Ausreise am Flughafen. Die erste haben wir heute geschafft und noch eine lange Etappe dazu. Natürlich ist es immer ein wenig spannend. Manch einer schläft nicht ganz so gut vor der Fahrt zur Grenze. Letztlich klappt aber immer alles. 
Wir Reiseleiter hatten ausnahmsweise einmal ein Abfahrts-Zeitfenster vorgegeben, damit wir alle gemeinsam zügig die Ausreise aus Südafrika bewältigen konnten. Zunächst lief alles fast zu glatt. 
Dann mußten wir durch die berühmte Desinfektions-Brühe fahren und mit den Schuhen auf einem ebenso getränkten Schwamm herum trampeln.



Solcherart präpariert erreichten wir das Zollgebäude. Wir waren guter Dinge, heute den Geschwindigkeits-Rekord zu knacken. Schließlich notieren wir jedes Jahr bei allen Gruppen, die Ankunfts- und Abfahrtszeiten von den jeweiligen Grenzen. Als nur noch drei Paare und wir Guides übrig waren von der zuvor einmal durchs Gebäude reichenden Schlangen, brach das Internet zusammen und es lief rein gar nichts mehr. ohne Internet keine Kartenzahlung und keine Ausfertigung der Straßenbenutzungsgebühr.

Der Schalterbeamte vertrieb sich die Wartezeit mit dem Ausfegen seines Büros, zwischendurch dachte man, der gute Mann sei eingeschlafen, während die Uhr tickte und wir an die noch vielen vor uns liegenden Kilometer dachten. Wie immer in Afrika regte sich niemand auf - Hakuna Matata! Don‘t worry be happy! Alles wird dann passieren, wenn die Zeit reif dafür ist. 

Während wir also sinnlos Schlange standen, nutzten einige der Schnellabgefertigten die gewonnene Lebenszeit für ein Rendezvous mit der Polizei. Trotz der eindringlichen Warnungen, die Hans-Hermann am Vorabend beim Meeting ausgesprochen hatte, legten einige Tour-Teilnehmer die Geschwindigkeitsgebote sehr großzügig aus und wurden ihr eben gezogenes Bargeld auf schnellstem Wege wieder los. Auch die Ausrede: „Ich habe kein Bargeld.“ zog nicht mehr, denn mittlerweile verfügt die Polizei über Kreditkarten-Lesegeräte. Letztlich kamen wir alle heil, fröhlich aber erschöpft ins Ziel. Da paßte es gut, daß heute ein Gruppenessen auf dem Plan stand und niemand in der Küche arbeiten mußte. 

Morgen werden wir uns auf einer weiteren langen Etappe dem Chobe-Fluß nähern und dabei (hoffentlich!) durch Elefantengebiet fahren. Schaun mer mal.

                              

  Sonntag, 26. Januar  2020  

Tag 9: Camp Letaba (Krügerpark) - Polokwane 261 Km. Wetter: Sonnig, trocken, 31 °C.

Alles Schöne hat ein Ende - und einen neuen Anfang

Morgen wollen wir ins Nachbarland Botswana einreisen.

So mußten wir leider den wunderbaren Krügerpark verlassen und ein Stück weiter ziehen. Die Fahrt nach Polokwane, einem der Austragungsorte der Fußballweltmeisterschaft 2010, war aber auch ausgesprochen reizvoll. Durch fruchtbare Gegenden voller Bananenplantagen, über einen Pass und an vielen Obstständen vorbei führte unsere Reise. Was das Verkehrszeichen hinter dem Stand wohl bedeuten mag?!?

Auf einem schönen Campingplatz unter alten Bäumen verbringen wir nun die vorerst letzte Nacht auf südafrikanischem Boden. Alle sind gut vorbereitet für den Grenzübertritt, so daß es bald heißt:

Auf nach Botswana!

 

Samstag, 25. Januar  2020

 

Tag 8: Camp Satara - Camp Letaba (Krügerpark) variable Km. Wetter: Sonnig, trocken, 35 °C.



Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Die Tierwelt im Krügerpark hat uns alle fasziniert. Vor allem auch die Unberechenbarkeit. Die gesamte Gruppe ist jeden Tag in unterschiedliche Richtungen ausgeschwärmt, auf den verschiedensten Wegen gepirscht und mit einer breiten Palette an Erlebnissen ins Ziel gekommen. Hanno & Gabi fuhren gerade wieder vom Aussichtspunkt los, an dem sie sich über die tolle Flußlandschaft gefreut hatten. In dem Moment hielten Dieter & Ulrike an und konnten plötzlich das zuvor noch ruhig dahin fließende Wasser aufgewühlt von einer riesigen Elefantenherde beobachten.

Man kann in einem Augenblick ein dichtes grünes Dickicht sehen oder eine offene Graslandschaft ohne jegliches Tier. Kurz danach entlockte uns ein freches kleines Elefantenbaby ein glückliches Lachen. Der Junior wußte sehr genau, wo er hinwollte. Immer dem Rüssel nach!

Manfred & Renate gelang nicht nur dieses Foto von einem aktiven Krokodil, was sehr selten ist, denn die Echsen liegen meist stundenlang regungslos im Wasser oder am Ufer......

Nein! Sie hatten das unfaßbare Glück, zwei Geparden aufzuspüren, die mitten in einer Gnuherde auf Jagd gingen. Letztlich brachen sie die Aktion zwar ohne Beute ab aber das Ganze war natürlich hochspannend. Manfred war sich jetzt schon sicher, daß dies das Highlight der Reise sein wird. Ein rennender Gepard ist natürlich so unsagbar schnell, daß es fast unmöglich ist, ihn aufs Bild zu bannen. Dafür gelang Manfred ein wunderschönes Foto von der hübschen Katze mitten im Blumenfeld. Der Krügerpark ist in voller Blüte nachdem er großzügig mit Regen bedacht worden war in letzter Zeit.

  Freitag, 24. Januar  2020  

Tag 7: Camp Skukuza - Camp Satara (Krügerpark) variable Km.

Wetter: Wolkenlastig aber nicht komplett unsonnig 31 °C

Auf Großwildjagd mit Fotoapparat

Heute hätte man über gut 90 Kilometer auf direkter Teerstraße das nächste Übernachtungscamp erreichen oder weit über 200 Kilometer kreuz und quer auf Pisten fahren können. Egal wie und wo, überall wurden Tiere gesichtet. Abends tauschten wir die Trophäen aus.

Manfred und Gudrun hatten wohl das größte Glück in diesem Roulette. Kaum auf einen Sandweg eingebogen, kamen ihnen zwei stattliche Löwen-Männchen entgegen. Sie fixierten die Wohnmobil-Besatzung, gingen stolz ihren Raubkatzengang und legten sich dann direkt vors Fahrzeug. WOW!



Auch andere für die Jagd ausgestattete Lebewesen kreuzten unsere Wege. Wolfgang und Corina fuhren auf einen Leoparden zu, der schneller wieder weg war, als man die Kamera zücken konnte. Greifvögel sind da schon langmütiger.....

 

Elefanten wurden in der Summe zu Hunderten beobachtet. Manchmal waren sich die Bullen auch nicht ganz einig, wer das Sagen hat - dann gab‘s ein kleines Kämpfchen.

Manche unserer Reisegefährten kamen erst bei Sonnenuntergang ins Ziel, obwohl sie schon um 4:30 Uhr die Ersten waren, die in der gerade anbrechenden Dämmerung auf Pirsch gingen. Alle waren sich einig:

Ein Traumtag,

der sich in die Erinnerung einbrennen wird. Egal, ob groß oder klein, schwimmend, kletternd, laufend oder fliegend - alle Tiere hier im Krügerpark faszinieren uns.

Und von den Tieren ganz abgesehen, ist allein die Landschaft dieses Nationalparks wunderschön. Morgen früh heißt es wieder: Heia Safari!

  Donnerstag, 23. Januar  2020  

Tag 6: Blyde River Canyon - Camp Skukuza Krügerpark 163 Km. Wetter: Von Nebel bei 16 °C bis Sonnenschein und 26 °C war alles dabei.

Alles, was nix mit Elefanten zu tun hat, ist irrelefant

Wir sind im Krügerpark - dem Sehnsuchtsort aller Tierliebhaber. Drei Tage lang können wir nun kreuz und quer durch Südafrikas größten Nationalpark fahren immer in der Hoffnung ein Tier zu finden, das wir gar nicht gesucht haben. Kurz nach der Einfahrt durchs Numbi Gate fanden wir einen Elefanten, den wir nicht gesucht hatten - vielmehr der Elefant fand uns. (Gar nicht so einfach, immer aufzupassen, wann das „fant“ mit „t“ und wann mit „d“ geschrieben wird....)

Ein riesiger Bulle kam uns auf der Straße entgegen. Die Fahrzeuge vor uns legten den Rückwärtsgang ein und suchten hinter unserem Wohnmobil Deckung. Wir blieben einfach stehen wie ein Fels in der Brandung und siehe da, der Dickhäuter drehte kurz vor uns bei und suchte sich am Straßenrand eine Futterstelle. Toll! Wo sonst kommt man diesen aufregenden Tieren so nah?

Am Abend machte unsere Gruppe eine Sunset-Safari. Außer den vielen Tieren, die uns begegneten, freuten wir uns auch über die afrikanische Landschaft, die derzeit sehr grün und üppig vor uns liegt.

Wir sahen Herden von Impalas, Gnus, Hyänen, Zebras, viele kleine Tiere und Vögel, die alle hier ihren Lebensraum haben.

Im letzten Dämmerlicht trafen wir auf eine kleine Elefantenherde, deren Wächter nahe bei uns stehen blieb, um die Fremdlinge im Blick zu haben, während seine Gruppe gefahrlos grasen konnten.

So geht ein schöner Tag zu Ende, an dem einige von uns sogar schon Nashörner und Krokodile gesehen haben. Morgen früh gehen wir wieder auf Pirsch!

Gute Nacht!

  Mittwoch, 22. Januar  2020  

Tag 5: Middelburg - Blyde River Canyon 320 Kilometer. Wetter: bedeckt bis neblig 16 - 18° C.

„Im Nebel ruhet noch die Welt. Noch träumen Wald und Wiesen.“

Wie gut, daß Eduard Mörike das Wörtchen „noch“ betont hat. Das gibt uns die Hoffnung, morgen mehr zu sehen. Heute war leider die Welt der Drakensberge in Nebel gehüllt. Hinter imposanten Felsen öffnet sich ohne diesen Schleier der Blick auf den drittgrößten Canyon der Welt. Der Blyde River hat nicht nur eine tiefe Kerbe in die Landschaft geschnitten, sondern eine ganz besonders farbenfrohe Schlucht erschaffen. Morgen werden wir die letzten 50 Kilometer der heutigen Etappe wieder retour fahren auf dem Weg zum Krügerpark. Wir halten es mit Mörike und hoffen auf klare Sicht.



Trotzdem kamen alle sehr angetan ins Ziel, denn es gab lichte Momente, in denen wir uns fühlten wie im Regenwald. Zum abendlichen Meeting schenkten Manfred und Gudrun für alle ein Glas Rosé aus. Für gewöhnlich ist in Afrika die Kühlung eine Herausforderung, wenn man für 30 Personen Wein ausgibt. Heute fragten wir uns, ob wir nicht alles in einem großen Topf auf den Herd hätten stellen sollen. Etwas Zimt und Nelken dazu und schon ist so ein Glühwein fertig.



Unser nächster Weg soll uns in den berühmten Krügerpark führen. Und dort ist es zuverlässig 10 Grad wärmer als hier in den Bergen auf 1200 Metern Höhe. Außerdem wartet schon morgen die erste Safari auf uns. 

Übrigens: Nebel heißt rückwärts gelesen „Leben“. Stürzen wir uns also ins pralle Leben der afrikanischen Tierwelt!

     

  Dienstag, 21. Januar  2020  

Tag 4: Johannesburg - Middelburg 145 Kilometer. Wetter: bedeckt, abendliches Gewitter 24°C

Eigenes Heim - Glück allein

Endlich, endlich konnten wir einziehen. Die Lodge öffnete extra für uns das Frühstücksbuffet eine halbe Stunde früher, denn bereits um 7:30 Uhr wollten wir mit dem Bus starten in Richtung Vermietstation. Alles war perfekt vorbereitet. Teilweise warteten nagelneue Wohnmobile auf uns. Bereits nach 1 1/2 Stunden rollte die komplette Gruppe vom Hof. Das war Rekord!
Schnell waren wir über einen Highway raus aus Johannesburg. Nach gut 100 Kilometern trafen wir uns alle auf dem riesigen Parkplatz eines Supermarktes. Parkplatzwächter hatten ein waches Auge auf unsere Fahrzeuge, so daß wir unbeschwert einkaufen konnten. Immerhin mußte der Kühlschrank zunächst einmal aufgefüllt werden. 
Am Nachmittag hieß es Koffer auspacken und sich mit dem Fahrzeug vertraut machen. Dabei fiel Stefan auf, daß sein Heißwasserboiler ein Leck hatte und sein Wohnmobil ordentlich Wasser gezogen hatte. Ein Anruf bei der Vermietfirma Maui und sofort wurde ein Mitarbeiter mit einem Austausch-Wagen losgeschickt. Zum Glück waren wir ja heute nur eine kurze Etappe gefahren.
Am Abend dann Briefing mit Wasserblick und Amarula-Umtrunk. Dieser typisch afrikanische Sahnelikör schmeckte allen vorzüglich. Es wird bestimmt nicht der letzte bleiben auf dieser Reise.

  Montag, 20. Januar  2020  

Tag 3: Hauptstadt-Besichtigung in Pretoria

Bei 18 - 24 Grad empfängt uns das afrikanische Wetter gnädig, damit die Akklimatisierung leicht fällt. Wir bummeln durch Pretoria, erfreuen uns an den historischen Bauwerken, besuchen das Regierungsgebäude und die Nelson Mandela Statue ebenso wie das geschichtsträchtige Vortrekker Monument. Dort gelingt ein erstes Gruppenfoto.



Abends verschmausen wir in gemütlicher Runde ein Lamm am Spieß und lernen uns bei netten Gesprächen näher kennen. Nach dem Motto „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ hatten wir zuvor den kompletten Papierkram bewältigt für die Fahrzeugübernahme, denn es war uns wieder gelungen, einen „Botschafter“ der Vermietfirma ins Hotel zu bitten, damit morgen der Pickup zügig vonstatten geht.



Übrigens verbringen wir unsere ersten beiden Nächte auf afrikanischem Boden in einer tollen Lodge, die uns schon ganz heiß macht auf die erste Safari. Da sich auch einige lebende Löwen in Gehegen auf dem Gelände befinden, schlafen wir nicht nur von Löwenbabys bewacht, sondern hören im Dunkeln auch schaurig-schönes Löwengebrüll.


 

Nach oben